Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...

Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Nackte Tatsachen an der Talseprre Pöhl

nackte14Altensalz – Ein gutes Dutzend splitternackter Männer gibt es nicht alle Tage zu sehen. Nur am Karfreitag eines jeden Jahres bietet sich dazu die hundertprozentige Chance. Vorausgesetzt, man ist zur rechten Zeit am rechten Ort. Und das wäre mittags an der Altensalzer Bucht der Talsperre Pöhl.


Seit 84 Jahren stürzen sich dort am Karfreitag die Mitglieder des Schwimm- und Wasserballvereins Vogtland Plauen in die noch recht kalten Fluten der Pöhl. Dabei spielt das Wetter keine Rolle. Ob Schnee, Regen oder Sonnenschein, das traditionelle Anbaden fällt nie aus. Nur die Zahl der mutigen Wassersportler variiert ob der klimatischen Verhältnisse.


An diesem Karfreitag jedoch war die Zeremonie eine wahre Freude. Strahlender Sonnenschein und gute 20 Grad Außentemperatur bieten sich den Wasserratten in dieser Jahreszeit schließlich nur selten. Auch das Wasser sei mit gefühlten sieben Grad „richtig warm“ gewesen, verkündeten die 15 Nackten nach dem Badespaß. Überhaupt nicht gefroren hatte Andreas Scheibe. Der trug wie immer seine wollene Mütze.
Wie alljährlich hatten die Wassersportler zuvor eine Wanderung nach Altensalz hinter sich gebracht. Und wie seit einigen Jahren waren auch wieder Gäste des Schwimmclubs Plauen 06 mit von der Partie. Während im Ablauf alles war wie in den vergangenen Jahren, wohnte der 84. Auflage des Anbadens ein wenig Nostalgie inne.


Von Jahr zu Jahr wird es deutlicher: Der feste Stamm der Anbader wird nicht jünger. Und so überlegten die Sportler um Vereinschef Jörg Egelkraut, im kommenden Jahr der Tradition in ihrem ursprünglichen Sinne wieder gerechter zu werden und auch das „Jungvolk“ mit einzubeziehen. Schließlich gab es 1926 die Talsperre noch nicht.
Damals wanderten die Sportler mit Kind und Kegel zum See und tummelten sich beim Fußballvergleich auf der angrenzenden Wiese.  mam




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