Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...
Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
Geteilte Reaktionen bei der Linken auf Lafontaine- Verzicht
Bewaffneter Schüler in Memmingen festgenommen
SAP schluckt Konkurrenten Ariba
Flug aus Paris nach Bombendrohung in den USA umgeleitet
Eurovision Song Contest eröffnet
Das Wetter heute in:
Schnelleinstieg:
Kinowelt
Schlagzeilen von Vogtland-Anzeiger.de
Meinungen und Vorschläge
Sie haben einen Leserbrief zu einem aktuellen Thema in unserer Zeitung? Dann schicken Sie diesen bitte direkt an unsere Redaktion. Auch wenn Sie einen Themenvorschlag aus dem Vogtland oder Kritik haben, können Sie uns informieren. redaktion@vogtland-anzeiger.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.
Täglich aktuelle Nachrichten
Täglich aktuelle Nachrichten bekommen Sie mit unserem RSS-Feed. Kopieren Sie einfach den Link in Ihren Feed-Reader oder legen Sie ihn als dynamisches Lesezeichen in Ihrem Browser an. >> RSS-FEED: Vogtland-Anzeiger.de
>> RSS-FEED: Vogtland-Sport.de
>> Unsere Nachrichten auf Ihrer Seite
>> Service: Was ist RSS?
Aktuelle Umfrage:
Vogtland-Anzeiger Newsletter
Museum Göltzsch: Jawa-Dieter kennt sich aus
Rodewisch – Mit gleich zwei Ausstellungen öffnet das Museum Göltzsch in Rodewisch am heutigen Ostersamstag wieder seine Pforten. Kinder und Liebhaber von Spielzeug kommen auf ihre Kosten mit der Schau „Von der Murmel zum Modellauto“.
Gezeigt wird Spielzeug aus verschiedenen Epochen, von archäologischen Funden übers Mittelalter bis zur Neuzeit. „Dabei kann unsere Ausstellung nicht umfassend sein, denn würden wir alle Themenbereiche berücksichtigen, bräuchten wir viel mehr Platz“, so Museumsleiterin Martina Bundszus. Trotzdem bietet die Ausstellung außergewöhnliche Exponate, wie vorgeschichtliche und neuzeitliche Funde, darunter Spielzeug aus Ton und Knochen, gestellt vom Landesamt für Archäologie. Gezeigt wird auch eine Holzkugel, die Bundszus bei Ausgrabungen am Roten Turm in Plauen gefunden hat.
Neben erzgebirgischen Exponaten wird ein von Herbert Möckel gestaltetes Baggerbild zu sehen sein. Der Modelleisenbahnfan aus Rodewisch auch die große H0-Anlage, die schon zu Weihnachten in Aktion war, um weitere Details erweitert, unter anderem mit einer Unfallszene. Einige Stücke, wie Puppenstuben und Kaufmannsläden stammen aus der Gründerzeit.
Ausstellung Nummer zwei ist dem 80. Geburtstag der Jawa-Motorräder gewidmet. „Mit der Jawa konnte in punkto Schnelligkeit und Eleganz kein anderes Motorrad mithalten. Und sie klang auch einfach sportlicher als andere. Wer eine Jawa hatte, brachte von Tanz immer ein Mädel mit nach Hause“, weiß Dieter Hadrawa, auch der Jawa-Dieter genannt, zu berichten.
Die Jawa-Werkstatt des Auerbachers ist Anlaufpunkt Jawa-verrückter Freaks aus ganz Deutschland, ja sogar aus der Schweiz und Norwegen kommen Kunden, welche auf der Suche nach raren Ersatzteilen, wie Speichen, Reifen und Schläuchen sind. Hadrawa gehört ebenso wie Alexander Petz und Andreé Maaske zu den „Jawa-Freunden Vogtland“. Der harte Kern der rund 40 Jawa-Freunde zeigen im Museum Göltzsch 22 Maschinen der Ära Jawa. „Wir wollen die Geschichte dieses einzigartigen Motorrads aus tschechischer Produktion aufzeigen“, so Alexander Petz.
Älteste Maschine ist die noch aus der Wanderer-Produktion stammende von 1929 – dem Gründungsjahr der Motorradlegende. Diese stellte Dieter Hadrawa zur Verfügung – sie ist noch teilweise unmontiert. In der Ausstellung erfährt der Besucher auch, dass der Tscheche Frantisek Janecek die Lizenz von den Wanderer-Werken kaufte und somit der Name Jawa (Janecek/Wanderer) entstand. So richtig zur Hochform lief das Fabrikat Jawa in den 50-er und 60-er Jahren auf mit der Kultmaschine „Jawa 350“, für die man weit über 3000 Ostmark hinlegen musste, wenn man sie denn „unterm Ladentisch“ bekam. „Das Interesse an der Jawa wächst. Vor allem ältere Herrschaften, die in ihrer Jugend sich nie eine Jawa kaufen konnten, erfüllen sich nun ihren Traum“, weiß das Trio.
Anlässlich des 80. Jawa-Geburtstages treffen sich die Freunde ab 1. Mai drei Tage auf der Rodewischer Schlossinsel. Angereist wird natürlich mit der Jawa, übernachtet auf dem benachbarten Bad-Gelände, gefeiert in der FC-Gaststätte. Am 2. Mai geht der Tross auf gemeinsame Wissensausfahrt durchs Vogtland. Dieter Hadrawa: „Wir rechnen mit bis zu 500 Teilnehmern“. Beide Ausstellungen sind bis 16. August zu sehen. gl
Kommentar zu Museum Göltzsch: Jawa-Dieter kennt sich aus ?
Vogtland-Anzeiger jetzt kostenlos testen
Täglich das ganze Vogtland in einer Zeitung und zum günstigsten Zeitungspreis in der Region: Lesen Sie den Vogtland-Anzeiger mit unserem Probeabo zwei Wochen völlig kostenlos. >> mehr dazu...






