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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Wie soll die Fassade des Plauener Rathauses saniert werden? Nach historischem Vorbild oder modern aus Glas? Der Vogtland-Anzeiger will Ihre Meinung wissen. Bis nächsten Samstag haben wir eine Hotline geschaltet. Rufen Sie an und machen Sie mit!
Hotline: 0137 - 6 866 866*
Von Martin Reißmann
Plauen – Die Fassade des Plauener Rathauses soll saniert werden. Doch die Stadtvertreter sind sich noch nicht einig, wie der Eingangsbereich zur Verwaltung künftig aussehen soll. Zwei Varianten sind im Gespräch: Zum einen besteht die Möglichkeit, den unschönen Glaskasten einfach zu sanieren oder zum anderen die Gebäudefront wieder an den historischen Baustil wie vor dem Krieg anzulehnen.
Es besteht Handlungsbedarf, so Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP). „Es muss saniert werden.“ Eines wolle das Stadtoberhaupt aber nicht. Egal welche der beiden Möglichkeiten umgesetzt werde, es soll kein Prestigevorhaben werden, so der OB vorab. Die Stadt hat einen Architekten aus Plauen beauftragt, der die etwa 1967 geplante und rund fünf Jahre später fertig gestellte Glasfassade grundlegend untersuchen soll. Das etwas getan werden muss, zeigte sich erst kürzlich in einer Stadtratssitzung. An einigen Stellen tropfte Wasser durch die Fensterscheiben. Ein Eimer musste Abhilfe schaffen.
Die Arbeit des Architekten soll Klarheit bringen und die wichtigsten Fragen über Zustand, Aufwand und Kosten der Fassadensanierung beantworten. Wichtig seien auch der technische Aufwand und mit welcher Variante die meisten Energieeinsparungen erzielt werden können. Etwa im Frühherbst werde mit dem Ergebnis des Architekten gerechnet, schätzt Oberdorfer. Anschließend soll die erarbeitete Datengrundlage im Stadtrat vorgestellt und darüber debattiert werden. Laut Schätzungen der städtischen Gebäude- und Anlagenverwaltung (GAV) wäre der Bau einer modernen Glasfassade vermutlich günstiger. Zwischen zwei und drei Millionen Euro könnte das Vorhaben nach Schätzungen kosten. Oberdorfer liebäugelte schon einmal mit der Alternative, die Historie mit einem Rückbau des Glaskastens wieder aufleben zu lassen. Am Ende werden darüber die Gesamtkosten und der Stadtrat entscheiden.
Losgehen sollen die Arbeiten im Jahr 2013. Zuvor plant die Stadtverwaltung im nächsten Jahr die Ausschreibung eines Ideenwettbewerbes für Architekten, der für weiteren Gesprächsstoff innerhalb der Debatte um die Rathaussanierung sorgen dürfte.
Hinter der Scheiben-Front befinden sich momentan der Ratssaal sowie Büroräume. Das Vorhaben gehört zu gesamten Rathaussanierung, die bereits seit zehn Jahren läuft und frühestens im Jahr 2016 abgeschlossen werden soll. Bis dahin sollen noch rund zehn Millionen Euro in das Verwaltungsgebäude gesteckt werden. Die Kosten für die Fassade sind darin nicht enthalten.
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2011-08-19
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