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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Königin Sonja spaziert durch Planen aus Plauen
Königin Sonja von Norwegen (rechts) weihte am Donnerstag in Vardø das Denkmal für die Opfer der Gräueltaten während der Hexenverbrennungen ein. Bei ihrem Spaziergang durch das Innere des Denkmals lief sie an den von der Plauener Golle Zelte & Planen GmbH aus Glasfasergewebe geschaffenen Wänden entlang.
Im Inneren des länglichen Corpus ist es verhältnismäßig dunkel, nur 91 Glühlampen und ebenso viele kleine Fenster spenden Licht, daneben 91 Texte über die Ermordeten. Am Ufer der Barentssee ist schon von weitem der lange hölzerner Bau zu sehen. Es ist eine Art Gestell, in dem ein überdimensioniertes Kajak längs gelegt aufgebockt scheint.
Der Schweizer Star-Architekt Peter Zumthor, der gemeinsam mit der inzwischen gestorbenen amerikanisch-französischen Künstlerin Louise Bourgeois das Denkmal entwarf, begleitet die norwegische Königin. Nun soll das HexenMonument das neue Herz von Vardø werden. Die Kreuzfahrtschiffe der Hurtigruten machen hier bereits Halt. Nun sollen noch die Autotouristen kommen. Es hat rund zehn Millionen Euro gekostet. va
2011-06-24
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