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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Klassik-Rock mit einer Brise Regen
Reichenbach - "Philharmonic Rock zur Landesgartenschau", für rund fünftausend Zuhörer wurde die raffinierte Mixtur aus Klassik, Rock und feinster Lichtshow zum einmaligen Erlebnis. Namhafte Künstler, die Vogtland Philharmonie, unzählige Techniker und fleißige Organisatoren sorgten für einen stimmungsvollen Ablauf. Alles stimmte, nichts wurde dem Zufall überlassen, selbst der Philharmonic Rock typische Regen setzte pünktlich mit dem ersten Takt des Dirigenten ein.
"Ob er wohl kommt, der Regen?" Kurz vor Beginn blickten Stefan Fraas und Jens Pfretzschner immer wieder zum Himmel. Regen gehört zum Philharmonic Rock wie das Salz in der Suppe, keine Show verging in den letzten Jahren ohne Schauer. Chefdirigent Stefan Fraas zeigte zwar Galgenhumor. Seiner Meinung nach stimmte diesmal die Temperatur nicht ganz mit den Erfahrungen der letzten Jahre überein. "Sonst war es immer kälter, heute geht eben ein warmer Regen nieder", so der Philharmonie-Chef.
Und dann ging es los: Der erste Takt, die Musik begann, das Laserlicht flog über das Publikum und die Regenschirme öffneten sich. Manche Musiker schimpften ein wenig. Die Bühne war nicht wasserdicht, die Noten wurden nass. Im Gegensatz dazu freuten sich die Lichttechniker. Durch den Regen kamen die farbigen Laserstrahlen schön zum Leuchten, der visuelle Effekt wurde so noch verbessert.
Freuen konnte sich auch Jens Pfretzschner, mit Saxophonist Andrew Young stand ein Urgestein des Philharmonic Rock mit auf der Bühne. "Andrew und ich hatten vor 15 Jahren in Südafrika die Idee, Klassik, Rock und tolles Licht philharmonisch miteinander zu vereinen. Daraus ist dann unser Philharmonic Rock made in Vogtland entstanden", erklärte Jens Pfretzschner. Seit langer Zeit war nun Andrew Young erstmals wieder mit dabei und staunte über den Perfektionismus des mittlerweile gigantischen Bühnenspektakels. "Es ist toll, wie das Projekt ausgebaut wurde. Es ist eine tolle akustische und visuelle Symbiose geworden" lobte der welterfahrene Musiker.
Fast drei Stunden lang entführten die Philharmonic-Rocker das Publikum in eine Klang- und Lichterwelt. Stefan Fraas dirigierte sein Orchester mit Charme und Schalk, Jens Pfretzschner zeigte Können und Humor. Moderator Jan Meinl punktete mit Sprüchen wie: Reichenbach ist reich an Bächen - mit einem Seitenblick auf den Regen. Stargeiger Michael Jelden erzeugte Gänsehautfeeling, die Rene-Möckel-Band präsentierte solides Musikerhandwerk.
Trotz Regen und etwas überzogenen Gastropreisen (fast drei Euro für eine Roster!!) wurde der Laga-Philharmonic Rock zum einmaligen Erlebnis. Selbst Reichenbachs Oberbürgermeister Dieter Kießling zollte dem Team der Macher und Musiker größtes Lob: "Mein Respekt für die geleistete Arbeit. Mit Philharmonic Rock wurde der Landesgartenschau eine ganze besondere Note verliehen", lobte Kießling.
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