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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Kein Wort zur Sponsoring-Affäre
Ministerpräsident Stanislaw Tillich schweigt
Dresden – Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) zeigt dem Parlament die kalte Schulter: Trotz mehrfacher Aufforderung der Opposition verweigerte sich Tillich am Donnerstag einer Landtagsdebatte zur CDU-Sponsoring-Affäre.
Damit folgte er nicht dem Beispiel seines nordrhein-westfälischen CDU-Amtskollegen Jürgen Rüttgers, der vor dem Parlament in Düsseldorf Fehler eingeräumt hatte. „Fehler machen wir alle“, hielt Grünen-Fraktionschefin Antje Hermenau dem sächsischen Ministerpräsidenten vor. Man müsse diese aber zugeben und gegebenenfalls dafür büßen. Alles unter den Teppich zu kehren, schade der Demokratie. Damit reagierte Hermenau auf Vorwürfe aus den Koalitionsfraktionen CDU und FDP, die die Debatte für überflüssig hielten.
CDU-Fraktionschef Steffen Flath verteidigte zudem das Sponsoring für Parteien. Von einem Skandal könne man nicht sprechen. Anlass der Debatte waren umstrittene Sponsoring-Verträge für die CDU-“Denkfabrik“ Anfang März in Dresden. Für die Parteiveranstaltung waren Gespräche mit Tillich ab 3900 Euro aufwärts angeboten worden. Damals hatte sich Tillich mit den Worten verteidigt: „Sponsoring hin oder her – der sächsische Ministerpräsident ist nicht käuflich.“ Es folgte die Ankündigung, die Sponsoring-Praxis nochmals zu überprüfen.
Die Landtagsdebatte verfolgte Tillich weitgehend mit unbewegter Miene oder leise lächelnd. Hin und wieder besprach er sich mit dem Chef der Staatskanzlei, Johannes Beermann. „Die Grenze ist überschritten, wo das Amt des Ministerpräsidenten einen Geldwert bekommt“, so SPD-Fraktionschef Martin Dulig. va
2010-03-11
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Kommentar von _delta13 am 12.03.2010; 11:15:09 Uhr
Kommentar zu Kein Wort zur Sponsoring-Affäre
Wasser predigen und selber Wein trinken - siehe auch Frau Käßmann. Herr Tillich sollte zurücktreten.