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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Kamil Stoch gewinnt Weltcup-Springen in Klingenthal

030211 Kamil StochKlingenthal – Für die 13 752 Zuschauer in der Vogtland Arena Klingenthal war der Sieg von Michael Uhrmann zum Greifen nahe. Er führte nach Schanzenrekord, stürzte dann aber förmlich ab.

 

Als Michael Uhrmann als letzter Springer der Konkurrenz bei 115 Metern förmlich abstürzte, waren seine Kollegen zur Stelle, um ihm tröstend auf die Schulter zu klopfen. Viel lieber hätten sie ihn auf den Schultern durch die Vogtland Arena in Klingenthal getragen. Die Chance auf den ersten Saison-Sieg des Rastbüchlers wurde förmlich vom Winde verweht. So gewann der Pole Kamil Stoch zum zweiten Mal in seiner Laufbahn ein Weltcup-Springen. Mit 264,6 Punkten für Flüge auf 132 und 136 Meter verwies er auf der dritten Station der Team-Tour Weltcup-Spitzenreiter Thomas Morgenstern (Österreich/264,0) und Olympiasieger Simon Ammann (Schweiz/263,3) auf die Plätze.


Bundestrainer Werner Schuster war nur bedingt enttäuscht. „Michael hat nicht viele gute Sprünge hier in Klingenthal gezeigt. Er war nicht reif für den Sieg, auch wenn er alles gegeben hat. Seine Stabilität ist nicht da, zwei gleich gute Flüge gelingen nur selten. Wir sind aber auf einem guten Weg“, meinte Schuster.


So war Freund einmal mehr bester DSV-Springer, auch wenn seine Leistung diesmal keine Jubelstürme auslöste. Doch fünf Deutsche unter den besten 20 gab es zuletzt auch nicht so oft. Von den jungen Springern empfahl sich Richard Freitag noch für die WM. Der Auer, der im Vogtland das Springen erlernte, belegte Platz 17 und landete noch vor Pascal Bodmer, der 19. wurde. Davor platzierte sich noch Michael Neumayer auf Rang 15. Zerknirscht sah Martin Schmitt aus. Der Furtwangener landete im ersten Durchgang bei 115,5 Metern und erlebte das Finale nur als Zuschauer. „Ich bin sehr enttäuscht und muss das alles erst mal analysieren“, meinte der Ex-Weltmeister. Er hatte Rückenwind gespürt, aber solch einen Absturz nicht erwartet. Damit könnte er sogar seine WM-Fahrkarte verspielt haben. „An die WM verschwende ich jetzt keinen Gedanken“, sagte er.


Nach dem ersten Durchgang hatte jeder in der Arena fest an Uhrmanns Triumph geglaubt, der mit satten 18,2 Punkten führte. Doch kam alles ganz anders. va

 

2011-02-03




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