Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...
Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
Geteilte Reaktionen bei der Linken auf Lafontaine- Verzicht
Bewaffneter Schüler in Memmingen festgenommen
SAP schluckt Konkurrenten Ariba
Flug aus Paris nach Bombendrohung in den USA umgeleitet
Eurovision Song Contest eröffnet
Das Wetter heute in:
Schnelleinstieg:
Kinowelt
Schlagzeilen von Vogtland-Anzeiger.de
Meinungen und Vorschläge
Sie haben einen Leserbrief zu einem aktuellen Thema in unserer Zeitung? Dann schicken Sie diesen bitte direkt an unsere Redaktion. Auch wenn Sie einen Themenvorschlag aus dem Vogtland oder Kritik haben, können Sie uns informieren. redaktion@vogtland-anzeiger.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.
Täglich aktuelle Nachrichten
Täglich aktuelle Nachrichten bekommen Sie mit unserem RSS-Feed. Kopieren Sie einfach den Link in Ihren Feed-Reader oder legen Sie ihn als dynamisches Lesezeichen in Ihrem Browser an. >> RSS-FEED: Vogtland-Anzeiger.de
>> RSS-FEED: Vogtland-Sport.de
>> Unsere Nachrichten auf Ihrer Seite
>> Service: Was ist RSS?
Aktuelle Umfrage:
Vogtland-Anzeiger Newsletter
Jaaaaa!!! VFC Plauen schafft Klassenerhalt
Plauen - Es ist geschafft. Der VFC Plauen bleibt in der Fußball-Regionalliga. Der VFC gewann am Nachmittag am letzten Spieltag vor fast 9000 Zuschauern mit 1:0 beim Halleschen FC. Falk Schindler ließ die knapp 1000 mitgereisten VFC-Fans in der 55. Minute jubeln. Er traf mit einem Schuss aus 14 Metern. Mit einer bravourösen kämpferischen Leistung rettete sich Plauen ins Ziel. Nach dem Abpfiff brachen bei den Vogtländern alle Dämme. Ausgelassen wurde der Klassenerhalt von Spielern, Trainer, Betreuen und Fans bis in den frühen Morgen gefeiert. Nun kann der VFC am kommenden Samstag eine Zittersaison noch zur erfolgreichsten der Vereinsgeschichte werden lassen. Nämlich dann, wenn er das sächsische Pokalfinale gewinnt.
"Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen“, formulierte der sportliche Leiter des VFC Plauen, Jens Starke, kurz nach der Partie. Der VFC Plauen hatte soeben beim Halleschen FC im letzten Regionalligaspiel der Saison mit 1:0 gewonnen und bleibt damit auch in der kommenden Saison in Liga vier.
Rund 1000 Plauener Fans haben die Mannschaft an die Saale begleitet. Sie sahen von Beginn an eine überlegene vogtländische Mannschaft. Der Hallesche FC, der noch die Möglichkeit hatte aufzusteigen, wenn Holstein Kiel nicht gewonnen hätte, konnte das gesamte Spiel über die Nervosität nicht ablegen. So hatte auch VFC-Kapitän Carsten Paulick die erste Möglichkeit des Spiels, doch sein Schuss aus 18 Metern verfehlte den HFC-Kasten (3.). Beide Teams waren nun darauf bedacht, so wenig wie möglich Fehler zu machen. Erst in der 13. Minute konnte sich Mirko Soltau auf der linken Seite durchsetzen, doch sein Schuss wurde abgeblockt. Dann eine Schrecksekunde: Der für den gesperrten Martin Hoßmang auf der defensiven Mittelfeldposition spielende René Schulze verletzte sich, doch er konnte nach kurzer Behandlung weiterspielen.
Der HFC wirkte weiter gehemmt. Plauen war zweikampfstärker und cleverer. „Wir haben es dem HFC richtig schwer gemacht und kaum Chancen zugelassen“, analysierte Vize-Präsident Uwe Schmidt nach dem Spiel. Plauen war Mitte der ersten Halbzeit spielbestimmend und hatte durch Zimmermann eine gute Schuss-Chance (36.), doch er traf den Ball nicht richtig und der war somit eine leichte Beute für HFC-Torwart Horvat.
Halle kam erst kurz vor der Halbzeit zu einer gefährlichen Strafraumaktion, doch Daniel Fahrenholz konnte vor dem einköpfbereiten Markus Müller (40.) klären. Im Gegenzug kam Falk Schindler nach Paulick-Flanke frei zum Kopfball, doch dieser flog knapp einen Meter über das Tor. Dann war Halbzeit.
„Ich habe den Jungs in der Pause gesagt, dass sie weiter Fußball spielen sollen. Nicht hoch und weit, und dass sie nicht auf die Ergebnisse aus den anderen Stadien achten sollen“, so VFC-Coach Hermann Andreev.
Hat man nun ein Feuerwerk des Tabellenzweiten erwartet, stand es doch zur Halbzeit noch 0:0 beim großen Aufstiegsrivalen Holstein Kiel, so sahen sich die insgesamt rund 9000 Zuschauer getäuscht. Der VFC kontrollierte weiter das Geschehen. Nach einem Paulick-Freistoß kam Marcus Hoffmann frei zum Kopfball, doch dieser fand nicht den Weg ins Tor. Die erste Möglichkeit für die Saalestädter hatte Torsten Görke mit einem 23-Meter-Freistoß, der aber knapp das Roggentin-Tor verfehlte.
Dann die spielentscheidende Szene: Falk Schindler kam im Mittelkreis an den Ball, fand Stürmer Kai Zimmermann, der auf Zemlin spielte. Dieser ließ gekonnt mit dem Außenrist auf den durchstarteten Schindler prallen. Schindler nahm den Ball mit der Brust an und vollendete unhaltbar ins lange Eck zum 1:0 für die Vogtländer. Mit seinem achten Saisontreffer schoss er das Tor für die Regionalliga weit auf.
Aber Halle versuchte nun alles. Ein Kopfball von Markus Müller in der 75. Minute nach Eckball senkte sich gefährlich Richtung Dreiangel, doch VFC-Keeper Sven Roggentin hielt die Führung fest. In den letzten Minuten schafften es die Plauener, den HFC vom Tor fernzuhalten und den hochwichtigen Sieg beim Tabellenzweiten zu erringen. „Der Klassenerhalt ist nicht nur für den Verein, sondern für die gesamte Stadt und die Region enorm wichtig“, erklärte ein sichtlich emotionaler Vorstandsvorsitzender Bernd Stubenrauch nach dem Spiel des Jahres.
Die unschönen Szenen nach dem Spiel, als so genannte HFC-Fans den VFC-Fanblock attackierten, war der einzige Wermutstropfen an diesem denkwürdigen Sonntag-Nachmittag in Halle.
Aufgestiegen in die 3. Liga ist mit einem 1:0-Sieg über Lübeck Holstein Kiel. Absteiger, trotz eines 1:0-Sieges über Altona 93, ist Türkiyemspor Berlin, da alle weiteren Abstiegskandidaten ebenfalls ihre Spiele gewinnen konnten.
Gregor Berger
Mehr zum Klassenerhalt des VFC am Montag im Sportteil des Vogtland-Anzeigers
Kommentar zu Jaaaaa!!! VFC Plauen schafft Klassenerhalt?
Vogtland-Anzeiger jetzt kostenlos testen
Täglich das ganze Vogtland in einer Zeitung und zum günstigsten Zeitungspreis in der Region: Lesen Sie den Vogtland-Anzeiger mit unserem Probeabo zwei Wochen völlig kostenlos. >> mehr dazu...







Kommentar von _babsi am 13.06.2009; 10:56:20 Uhr
Kommentar zu Jaaaaa!!! VFC Plauen schafft Klassenerhalt
Ja, Plauen spielt weiter in der Regionalliga Nord und steigt hoffentlich nächste Saison in die 3.Bundesliga auf.