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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Investor für altes Sachsendruck-Gebäude in Plauen?
Plauen – Der Abriss der ehemaligen Betriebsgebäude des Sachsendruck in der östlichen Bahnhofsvorstadt läuft auf vollen Touren. Aber nicht alle Objekte auf dem Gelände werden der Abrissbirne zum Opfer fallen.
Das Hauptgebäude entlang der Bergstraße, wo noch heute der Sachsendruck-Schriftzug zu lesen ist, wird stehen bleiben. Eventuell könnte das unter Denkmalschutz stehende Haus sogar bald auch in neuem Glanz erstrahlen. „Die Stadt plant den Verkauf der verbleibenden Gebäudesubstanz einschließlich einer entsprechenden Freifläche“, sagte die Leiterin der Plauener Stadtplanung, Gabriele Schaufel, dem Vogtland-Anzeiger.
Da das Gebäude städtisches Eigentum ist, erfolgt derzeit eine öffentlichen Ausschreibung. Dadurch können momentan noch keine genauen Angaben zu einer möglichen späteren Nutzung gemacht werden, sagte die Fachgebietsleiterin. Auf die Ausschreibung hätten sich aber bereits Interessenten bei der Stadt gemeldet, heißt es. Schaufel: „Deren Nutzungsabsichten entsprechen dem Gebietscharakter.“
Der Abriss des Sachsendrucks in der Innenstadt zieht derzeit auch zahlreiche Schaulustige an. Viele Plauener wollen die letzte Chance nutzen, um noch einmal einen Blick zu erhaschen und vielleicht ein Erinnerungsfoto von den noch stehenden Gebäuden zu schießen. Mit dem Abriss verschwindet gleichzeitig auch eine der größten Industriebrachen in der Stadt. Auf dem Gelände wird im kommenden Jahr ein modernes Parkdeck für Mitarbeiter und Besucher des künftigen Landratsamtes entstehen. Die Behörde wird direkt gegenüber im ehemaligen Kaufhaus Horten einziehen. Das Gebäude wird dafür aufwendig saniert werden.
Die Geschichte des Sachsendruck Plauen reicht bis zum Jahr 1643 zurück. Johann Fülle gründete damals die erste Druckerei in der Stadt. Bis 1945 wurden verschiedene Zeitungen, Anzeigenblätter und Geschäftsbücher gedruckt. Ob die Produktion schon immer entlang der Forst- und Rädelstraße war, ist heute nicht genau nachweisbar. 1946 wurde der Betrieb Volkseigentum. Nach der Gründung der DDR 1949 erfolgte der Aufbau einer Zentralen Druckerei-, Einkaufs- und Revisions GmbH (ZENTRAG), in die die Plauener
Druckerei eingegliedert wurde. 1952 begann der Betrieb mit der Produktion von Kinderbüchern. Sachsendruck gehörte zu DDR-Zeiten zu den bedeutendsten Druckereien. Nach der Wende erwarb 1991 die Sebaldus Gruppe Nürnberg den Betrieb. Der Umzug des Unternehmens an die Paul-Schneider-Straße, wo Sachsendruck heute zu Hause ist, wurde bis 1994 vollzogen. mar
2009-10-23
Kommentar zu Investor für altes Sachsendruck-Gebäude in Plauen??
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