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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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In die eigene Tasche gewirtschaftet?
Plauen – Wegen Untreue in 30 Fällen musste sich gestern der einstige Geschäftsführer und Vorstands-Chef der Volkssolidarität Plauen/Oelsnitz, Andreas Schua, vor dem Plauener Amtsgericht verantworten. Die Vorwürfe datieren aus den Jahren 2004 und 2005, in denen er für die Sanierung eines Gebäudes an der Pfaffengutstraße in seiner Doppelfunktion an der Spitze des Wohlfahrtsverbandes Aufträge in Höhe von 140 000 Euro ausgelöst haben soll.
Ein Großteil dieser Aufträge, so die Anklage, soll aber an zwei Firmen von Schua selbst gegangen sein – die Schua Elektrotechnik und die Firma Zollfrank. Schua äußerte sich gestern vor Gericht nicht, sein Verteidiger Dr. Endrik Wilhelm erklärte, sein Mandant habe nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Als Zeugen wurden gestern der seit Sommer 2007 als Vorstandsvorsitzender der Volkssolidarität agierende Knut Plank gehört sowie Silke T., die unter anderen aussagte, jegliche Kritik an Schuas Vorgehen sei während dessen Zeit an der Spitze unerwünscht gewesen. Die Verhandlung wird am 20. Mai mit weiteren Zeugenvernehmungen fortgesetzt.
Mehr dazu im Vogtland-Anzeiger vom 7. Mai
Kommentar zu In die eigene Tasche gewirtschaftet??
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