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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Großes Interesse an neuen Studiengang in Plauen
Plauen - Der neue Studiengang "Lebensmittelsicherheit" an der Staatlichen Studienakademie Plauen (BA) erfährt bereits vor seinem Start ein breites Interesse aus der Wirtschaft. Das ist am Dienstag beim ersten so genannten Praxispartner-Tag deutlich geworden.
Am 4. Oktober startet das neu entwickelte Bildungsangebot an der BA. Plauen ist damit der einzige Standort in Deutschland, der so spezifisch das Thema Lebensmittelüberwachung und -kontrolle in einer dreijährigen dualen Ausbildung behandelt.
Mit rund 20 Studenten geht es im Herbst los, sagt die angehende Studienleiterin Dr. Katja Ziegenhals. Zu den Ausbildungsschwerpunkten zählt die Lebensmittelhygiene, das chemische Untersuchen der Lebensmittel sowie das Qualitäts- und Risikomanagement in der Lebensmittelindustrie.
Gerade in Anbetracht von immer wiederkehrenden Lebensmittelskandalen wie die EHEC-Epidemie oder der Dioxin-Fall hat der neue Studiengang ein hohes Maß an Aktualität. Die anwesenden Unternehmen begrüßten gestern einheitlich das neue Angebot. Das Thema werde immer wichtiger, meinten die Betriebsvertreter. Viele Firmen erhoffen sich durch die Ausbildung neue Erkenntnisse und Impulse bei der Lebensmittelkontrolle.
Bisher konnten fast 40 Praxispartner gewonnen werden, so Ziegenhals. Darunter unter anderem das Klinikum Obergöltzsch, die Kulmbacher Brauerei, der Convenienceproduzent Friweika aus Weidensdorf, die Arbeiterwohlfahrt Auerbach und der Lebensmittelproduzent Lebensgarten in Adorf. Weitere namhafte Firmen in ganz Deutschland wie Melitta Kaffee oder Dr. Oetker haben ihr Interesse bereits bekundet, sagt Katja Ziegenhals. Die Zahl der Studenten soll sich mittelfristig steigern, kündigt die künftige Studienleiterin an. Bis zu 25 Studenten können jedes Jahr zunächst aus Platz- und Gruppengründen neu aufgenommen werden, heißt es. Dafür müsse aber weiter daran gearbeitet werden, den Bekanntheitsgrad des neuen Studienganges zu steigern.
Auch die künftigen Laborräume im benachbarten Institut für Wissen und Bildung (IWB) sind am Dienstag von den Ausbildungs-Partnern begutachtet worden. Dabei war auch die 23-jährige Saskia Stark, eine der ersten gut 20 Studenten, sowie Studienleiterin Dr. Katja Ziegenhals, Christina Thiele von der Käserei Altenburger Land, der Geschäftsführer der Bad Brambacher Mineralquellen, Andreas Henschke, Lebensmittelchemikerin Ute Paulick und Tilo Brückner (von links) von der gleichnamigen Bäckerei in Grünhain. mar
2011-08-31
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