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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Großbrand in Lengenfeld
Lengenfeld - "Dieser Brand hat mein Lebenswerk zerstört. Wir machen aber weiter. Da wir aber nicht wissen, wie lange alles dauert, werden wir ab nächste Woche Boxenzelte aufstellen. Mit dem Training geht es bereits am Mittwoch in der Reithalle weiter", so das erste Fazit von Reiterhofbesitzer Henry Heckel.
"Ich dachte, solch traurige Geschehen gibt es nur im Fernsehen. Und nun so etwas bei uns zu Hause. Für uns alle einfach noch unvorstellbar. Wir müssen erst einmal sehen, was alles abgerissen werden muss und was stehen bleiben kann. Das Stallgebäude im alten Hof ist nicht mehr zu retten, wie weit die Decke im großen Boxenstall betroffen ist, oder ob die Mauern noch nutzbar sind, all das weiß ich noch nicht, das müssen wir erst sehen," so Henry Heckel. Als Heckel am Sonntag von einem Turnier aus Thüringen zurückkam, fand er seinen Pferdestall lichterloh brennend vor.
"Bedanken will ich mich mich bei denen, die den Brand bemerkten und die Feuerwehr alarmierten, allen Reitern und den Pensionsgästen, die gerade ankamen und die gemeinsam die Pferde und alles andere in Sicherheit brachten, so dass nicht noch Schlimmeres passierte. Drei von ihnen liegen noch mit Rauchvergiftung im Krankenhaus, sind aber auf dem Weg der Besserung", so Heckel.
Aber auch der Firma Dotzauer, die bei den Aufräumarbeiten hilft, dem Landwirtschaftsbetrieb Schneider aus Pechtelsgrün, der Marienhöher Milchproduktion Waldkirchen und der Waldkirchener Landwirtschaftsverwaltung gilt Heckels Dank. Die gesamte Nacht über waren bis zu 120 Feuerwehrkameraden an der Brandstelle des Reiterhofes Heckel an der Reichenbacher Straße im Einsatz.
Mit Hilfe eines Baggers der Firma Dotzauer, der am Sonntag Abend noch zum Einsatz kam, wurde das noch glimmende und teils brennende Stroh und Heu aus dem Gebäude geholt, von den Kameraden gelöscht und abtransportiert. Das kann sich noch bis zum Abend hinziehen", schätzt Lengenfelds Wehrleiter Christian Kirsch ein. Die Strohballen lagen in einem Lagerraum vier bis sechs Meter hoch gestapelt. Der große Bagger holte gestern morgen nach dem Brand die teilweise noch glimmenden Ballen aus der 1200 Quadratmeter großen Halle heraus und transportierte sie auf ein benachbartes Feld. "Der ganze Einsatz ist ein Riesenaufwand. All unsere Geräte sind verschlammt, und der Dauerregen erschwert den Ablauf", so Kirsch.
Weder Brandursache noch die genaue Höhe des Schadens standen gestern fest. Auf Ende der Woche sei eventuell ein Resultat zu erwarten, so Polizeisprecherin Annett Münster gestern. Wolfgang Popp/cze
2010-08-31
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