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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Goldsteins Wasserwerfer steht zum Verkauf
Weltenbummler Mario Goldstein verkauft seinen Wasserwerfer. Über eine Internet-Anzeige ist er für 298 000 Euro zu haben.
Von Cornelia Henze
Plauen - 52 000 Kilometer hat er runter - davon hat Mario Goldstein 23 000 geschrubbt: Von Juni bis November rollte der zum Friedensmobil umgebaute Wasserwerfer der Bereitschaftspolizei durch Griechenland, die Türkei, den Iran, Pakistan bis zum Dalai Lama nach Indien. Dort überbrachte Goldstein die Friedensbücher und -botschaften der Vogtländer.
Nun will sich Goldstein von seinem Friedensmobil trennen. "Ich hatte das Fahrzeug gekauft, um damit einige Jahre auf Tour zu gehen - mit meiner langjährigen Lebenspartnerin Yvonne Pommer und unserer Tochter Yoko. Dafür war das geräumige Mobil ausgerichtet. Doch während der Tour haben Yvonne und ich uns getrennt - und damit haben sich auch die Pläne geändert", begründet Goldstein.
Mittlerweile ist Goldstein aus der gemeinsamen Wohnung in Werda ausgezogen - und in eine andere in Plauen eingezogen. Mittlerweile gibt es auch eine neue Freundin - und ebensolche Reisepläne. Ende 2013 soll es nach Australien gehen. Dort wolle er das Leben der Aborigines erkunden - auch soll es auf Tiefgang in die Unterwasserwelt Australiens gehen. Über Facebook und die Homepage www.dalailama-tour.de wird nun der Wasserwerfer, Baujahr 1990, angepriesen. Mit seinen 280 PS schafft er bis zu 120 Km/h - in der Fahrerkabine haben fünf Personen Platz, die hinten eben so viele Schlafplätze vorfinden.
Das Besondere an dem Mobil: Auf dem Fahrzeug selbst haben sich während der Dalai-Lama-Tour hunderte von Menschen mit ihrer Unterschrift und guten Wünschen verewigt. "Wer den Wasserwerfer kauft, hat damit etwas Einzigartiges. Auf Wunsch kann das Mobil aber auch neu lackiert werden", sagt Goldstein. Für seine große Indien-Tour hat Goldstein knapp 300 000 Euro für die Umrüstung des Wasserwerfers in die Hand genommen. Genau so viel will er jetzt über den Verkaufspreis reinholen. "Ich möchte da kein Geschäft machen, aber meine Unkosten wieder rein holen."
Mit seinem neuen Vortrag "Mit dem Wasserwerfer zum Dalai Lama" startet Goldstein im Herbst. Premiere ist am 6. Oktober in der Musikhalle Markneukirchen. Momentan zeigt Goldstein seine Multimedia-Show seiner vorangegangenen Tour per Katamaran namens "Fünf Jahre - fünf Meere": am 19. Januar in Marktredwitz, am 5. Februar in Greiz.
2012-01-18
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