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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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GK Software AG: "Wir brauchen junge Leute"
Schöneck - Der Weg zum Erfolg ist oft ein steiniger. Nur mit dem festen Glauben an die eigene Kraft und Idee ist er trotz Rückschläge und Entbehrungen zu meistern - und macht auch stolz auf das Erreichte. Zwei, die mehr als zehn Jahre gekämpft haben und nun ein erfolgreiches Unternehmen mit 280 Mitarbeitern im In- und Ausland führen, sind Rainer Gläß und Stephan Kronmüller - die Gründer und Mehrheitseigner der GK Software AG Schöneck.
Diese Beharrlichkeit, jede Herausforderung zu bestehen, wurde gestern mit dem Preis für besondere Verdienste zur Stärkung der regionalen Wirtschaft, den der Vogtland-Anzeiger verleiht, belohnt. "Der Wirtschaftspreis, den wir das erste Mal im vergangenen Jahr an die Vowalon Treuen vergeben haben, würdigt Unternehmen, die vorbildlich am Markt arbeiten. Und er soll Mut machen, der vielen Leuten fehlt und den man bekommt, wenn man Vorbilder hat", betonte Wilfried Hub, Verleger und Herausgeber des Vogtland-Anzeigers. Zugleich unterstrich er, dass mit diesem Preis auch die Mitarbeiter ausgezeichnet werden.
"Die GK Software Schöneck hat mit einem Fachgebiet, in dem es keinerlei Erfahrungen im Vogtland gab, Neuland betreten. Das ist Anerkennung wert. Auch deshalb, weil das Unternehmen junge, intelligente Leute ermuntert, im Vogtland zu bleiben oder sich ansässig zu machen. Die GK Software ist ein Zukunftsträger für die Region und für ganz Deutschland. Unser Land, das ohne Bodenschätze auskommen muss, braucht den Geist und die Innovation der Mitarbeiter", sagte Dr. Rüdiger Kroll in seiner Laudatio als Vorsitzender der Auswahljury.
Nicht mit leeren Händen war auch Landrat Dr. Tassilo Lenk zu der Auszeichnungsveranstaltung gekommen. Er ernannte Rainer Gläß zum Botschafter für das Vogtland. "Bisher haben drei Vogtländer, die weltweit unterwegs sind, diese ehrbare Aufgabe, übertragen bekommen. Botschafter sein heißt, für die Heimat zu werben und damit auch für den Unternehmensstandort." Lenk, der sich die Schaffung von IT-Arbeitsplätzen im Vogtland auf die Fahne geschrieben hatte, würdigte den Erfolg des IT-Unternehmens am Weltmarkt.
"Es ist für uns toll, wenn wir in der Region eine solche Wertschätzung erfahren. Sonst sind wir hier wenig öffentlich, weil unsere Kunden wo anders sind", sagte Gläß. "So kriegt auch das eine oder andere Familienmitglied mit, was wir bis spät abends hier treiben. Denn was in der Zeitung steht, glauben sie auch", fügte er mit einem Schmunzeln hinzu. "Ich hoffe auch, dass wir dadurch in Zukunft den regen Zulauf an jungen Leuten bekommen, den wir brauchen."
Rückblickend auf die Anfänge mit einem Dank an die Mitstreiter der ersten Stunde sagte der Vorstandsvorsitzende: "Daraus lernt man, das gewisse Dinge Zeit brauchen, und nur Schritt für Schritt das Ziel erreicht werden kann." Auf die aktuellen Entwicklungen des Einzelhandels, für den die GK Software die Kassensysteme weltweit ausrüstet, blickend, sagte Gläß: "Wir haben die Pflicht, die Chancen, die sich mit der Konzentration des Handels ergeben, zu nutzen. Wir haben eine tolle Software und deshalb bleibt für uns viel zu tun." Von Schöneck aus betreut die GK Software mehr als 57 000 Kassensysteme von rund 13 500 Filialen in 25 Ländern.
Nach der Auszeichnung gab es für die 123 Schönecker Mitarbeiter - ihr Altersdurchschnitt liegt unter 30 Jahre - ein Sommerfest mit einem deutsch-tschechischen Fußballvergleich. "Ich hoffe, dass da noch ein Pokal hinzukommt", rief Gläß seiner Belegschaft lachend zu. M. T.
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