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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Freizeitpark Plohn weiht neuen Themenbereich ein

050411 PlohnPlohn - Gründonnerstag beginnt die Saison im Erlebnispark Plohn. Neueste Attraktion: Das Plohni-Dorf mit Achterbahn und Nostalgie-Reitschule.

Riesig viel Spaß wird es auf den 220 Metern Stahlschienen geben, wenn die acht Wagen, angeführt von Park-Maskottchen Plohni, mit 45 Sachen durch die "Acht" und über acht Meter Höhengefälle abdüsen. "Zielgruppe ist bei dieser Achterbahn die Familie, deshalb fährt sie auch nicht ganz so rasant wie unser El Toro", erklärt Geschäftsführer Lutz Müller, der das neue Plohni-Dorf als einen der schönsten Bereiche im Park bezeichnet. 1,6 Millionen Euro hat Park-Inhaber Arnfried Völkel in die neuen Attraktionen investiert. Der Betrag wäre weitaus höher ausgefallen, würde der Freizeitpark nicht viele Arbeiten von seinen Angestellten selbst erledigen lassen. Bis zu 100 Menschen sind in der Saison von Ostern bis Ende Oktober im Park beschäftigt - während der Winterpause immerhin 40.

Dieses Team hatte beim Vorortbesuch am Montag noch alle Hände voll zu tun: Beim Planieren der Schotterwege und Legen der Pflastersteine, an und in den Plohni-Häuschen, an Achterbahn und dem Karussell, von dem bis jetzt nur das Gerüst steht. "Wir werden es schon bis 21. April schaffen", sagt Müller und erwähnt den harten Winter, der die Arbeiten länger als vorgesehen hat ruhen lassen. Schneelast und dann Tauwetter sorgten für umgestürzte Bäume und ausgespülte Wege im Park. Auch die wachsende Zahl an Fahrgeschäften braucht viele Hände, um sie zu warten. So werden heuer die Förderbänder an der Wildwasserbahn überholt, ansonsten allerorts Dächer, Geländer, Absperrungen, Schilder. Nicht mehr geben wird es kommende Saison das Looping-Fahrgeschäft im Japanischen Garten. "Der Looping war kein Familienfahrgeschäft, passte nicht recht in unser Konzept. Wir konnten es gut veräußern", so Müller. Für die nächsten Jahre gibt es auch neue Pläne für diesen Parkbereich.

Echt auf Familie ausgerichtet ist das Plohni-Dorf. Knuffige, schilfgedeckte Häuschen mit vielen liebenswerten Details, Türmchen und Giebeln geben den baulichen Rahmen für Achterbahn und Nostalgie-Pferdekarussell. Liebevoll hat man die früheren LPG-Rinderställe in ein Zwergendorf verwandelt. "Was wir noch suchen, ist ein Name für die Achterbahn. Es sollte ein deutscher Name sein und an maritimes Flair erinnern, denn die Achterbahn befindet sich im Wasser", so Müller. Aufgerufen ist ein jeder also, Vorschläge einzureichen.

Nicht alles wird die Park-Leitung bis Saisonbeginn fertigstellen können. Dazu gehört das ebenfalls schilfgedeckte, an eine Kirche erinnernde Gebäude, das den Platz dominiert - und einmal ein Café werden soll. Neben dem harten Winter waren es immer wieder bautechnische Details und Genehmigungen, die manches Vorhaben etwas ins Stocken brachten. Diese Probleme seien nun weitestgehend ausgeräumt, ist der Geschäftsführer froh.

Immer neue, schöne Attraktionen - das hat seinen Preis. In der kommenden Saison werden die Eintrittspreise um zwei Euro höher liegen. Bei den Investitionen sei der Preis gerechtfertigt, bei andere Parks lägen die Eintrittspreise um etliche Euro höher, rechtfertigt Müller. Investiert wird weiter: Vielleicht wird es 2014 eine Halle mit 3- oder 4-D-Kino in der Nähe des Plohni-Dorfes geben. Und auf der anderen Seite des Parkes soll einmal das Bungalow-Dorf für Übernachtungsgäste entstehen. Ständig neue Attraktionen schaffen, das ist der rechte Weg, um jährlich 250 000 Besucher in den Park zu locken. Erst jetzt bekam in einem Achterbahn-Ranking "El Toro" Platz 13 unter 180 Holzachterbahnen der Welt. "Damit ist uns der große Wurf gelungen. Und dort wollen wir weitermachen", so Müller. Cornelia Henze

Die Familienachterbahn, auf der schon Kinder ab 4 Jahren fahren dürfen, wird im Wasser stehen. Umgeben ist die Stahlkonstruktion von den schilfgedeckten Plohni-Häuschen. Fotos: cze

 

2011-04-05




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