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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Gigantische Lichtshow am Herrenhaus in Liebau
Liebau – Er hat Lichtshows am Erfurter Dom gestaltet, Festivals und Geländeprojektionen: Andreas Günther. Bühnentechniker vom Jahrgang 1970, im Vogtland geboren und in der Klassikerstadt Weimar zu Hause, hatte am Freitagabend im kleinen Liebau der Gemeinde Pöhl seinen großen Auftritt.
Zu den Klängen von Händels Feuerwerksmusik gestaltete er eine zehnminütige Lichtshow. Bei der erstrahlte die Fassade des Herrenhauses in Weiß, Rot, Orange, Grün und Violett. Dazu wehten für Sekunden Gardinen in den Fenstern des Obergeschosses, als hätte dort jemand gerade eine Tür geöffnet. Die farblichen Kompositionen waren auf die Musik abgestimmt und damit wurden die verschiedenen Situationen umgesetzt. „So soll ein Erwachen des Objektes oder später dessen aufstrebender neuer Glanz dargestellt werden“, erzählte Günther.
Faszinierend war es anzusehen, was Günther mit der computergesteuerten Lichtshow, einem überdimensionalen Diaprojektor den Besucher darboten. Günther tritt mit dem Künstlernamen „who-be“ auf. „Es ist für mich als geborener Kottengrüner eine Herzenssache, etwas für den Erhalt dieses Herrenhauses hier in Liebau zu tun“, sagte er.
An der Aktion hatte auch Feuerkünstler Frederik Esser seinen Anteil, der als „Frederick von Glücklicht“ arbeitet. In Liebau war er mit brennenden Fackeln bei der Lichtshow dabei, als er anschließend im Park des Rittergutes eine Feuershow zelebrierte.
Den gelungenen Abend unter dem Motto „Lichter von Liebau“ vollendeten das Angebot köstlicher Speisen durch Mitglieder des Vereines „LandVogtLand“ und ein Vortrag von Gotthard Schneider aus Unterlauterbach, der über die Zukunft des Herrenhauses mit seiner weiteren Notsicherung und dem sich daran anschließenden Ausbau referierte. j.st..
2009-11-30
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