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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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In Oberlosa regnet es Zuckertüten vom Himmel
Oberlosa/Plauen – „Hurra ich bin ein Schulkind ...“, können ab heute 886 Mädchen und 847 Jungen im Vogtland von sich sagen. Stolz trugen sie am Samstag bei den Schulanfangsfeiern zum ersten Mal ihren Ranzen und warteten gespannt auf ihre große Zuckertüte.
In der Grundschule Oberlosa regnete es sogar solche Tüten im Miniformat vom Himmel.
Elternratsvorsitzende Cornelia Wolf, selbst Pilotin bei Air-Berlin, hatte diese Attraktion gemeinsam mit Angelika Sturm, der Klassenlehrerin der 17 Abc-Schützen, und vielen Helfern an der Grundschule organisiert. 100 kleine Schultüten, gefüllt mit süßen Überraschungen schwebten aus einer Cessna Caravan an einem strahlenden Sommerhimmel hinab auf die Erde zu ihren Empfängern. „Es hat alles super geklappt“, freute sich Cornelia Wolf über die gelungenen Schulanfangs-Premiere. Die glücklichen Gesichter der Mädchen und Jungen, die weit über die Anzahl der Schulanfänger hinausreichten, waren ein schöner Lohn für die Akteure.
Ein siebenköpfiges Team hatte die 100 Zuckertüten nicht nur gefüllt, sondern auch jede einzelne mit einem echten kleinen Fallschirm versehen. So konnten die farbenfrohen Behältnisse wohlbehalten auf der Erde landen. Maßarbeit leistete auch der Pilot der Cessna, die zu der Businesswing Luftfahrtunternehmen GmbH Kassel gehört. Vom Flugplatzfest in Gera hob sie mit Mitgliedern der Aero Fallschirmsport GmbH Richtung Oberlosa ab. Elf Minuten später halfen Fallschirmspringer aus 150 Metern Höhe und bei 80 Knoten (150 Stundenkilometern) – die niedrigstmögliche Geschwindigkeit – den Zuckertüten auf den Weg. Danach ging der Flug zurück. Auf der Erde indessen freute sich Angelika Sturm, die am gleichen Tag Geburtstag feierte, über die Freude ihrer kleinen Schützlinge. Die große Zuckertüte brachten übrigens Biker an die Schule.
Wie in Oberlosa haben auch die weiteren 51 Grundschulen im Vogtland mit tollen Feiern die 1753 Erstklässler in ihren Reihen aufgenommen. Somit lernen in den 85 diesjährigen ersten Klassen 82 Mädchen und Jungen mehr als im vergangenen Jahr. Nach den Sommerferien beginnt heute für alle Schüler und Lehrer wieder der Unterricht, ob an den Grund-, Mittelschulen, Gymnasien oder in den Berufsschulen.
Um vor allem den Jüngeren einen unfallfreien Schulweg zu garantieren, führt die Polizei in den ersten drei Schulwochen wieder die Verkehraktion „Schulwegsicherheit“ durch. Dabei werden Beamte im Bereich der Schulen, auf Schulwegen und Haltestellen der Schulbusse und des ÖPNV verstärkt bei Verkehrsüberwachungen im Einsatz sein. Kontrolliert werden die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit ebenso wie Gurtpflicht und die Benutzung von Kindersitzen.
Die Güter- und Gefahrengutkontrollgruppe wird Busse, Taxis und Kleintransporter, die für die Schülerbeförderung genutzt werden, unter die Lupe nehmen. Ab diesem Schuljahr brauchen im Vogtlandkreis die Eltern nicht mehr für die Schülerbeförderung zu bezahlen. M. T.
2009-08-10
Kommentar zu In Oberlosa regnet es Zuckertüten vom Himmel?
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Kommentar von _Tino Fiedler am 10.08.2009; 22:03:28 Uhr
Kommentar zu In Oberlosa regnet es Zuckertüten vom Himmel
Der Schulanfang in der GS Oberlosa war ohne Zweifel eine tolle Attraktion für Groß und Klein, was Ihr Bericht auch sehr schön wiedergibt. Leider beginnt das Schuljahr dann doch nicht für alle so reibungslos, wie erhofft, auch wenn die Kinder selbst nicht direkt davon tangiert werden. Der Ärger bleibt auf der Seite der Eltern, zumindest beim Thema Schülerbeförderung, denn diese ist für unseren Sohn Till zur Zeit noch nicht kostenfrei, da er zwar gefahren wird, aber die Abholzeiten in unseren Augen willkürlich und wahrscheinlich an Hand eines bestimmten Routenplanes festgelegt wurden und nicht einmal mit dem Stundenplan konform gehen.Die GS Oberlosa ist eine integrative Ganztagsschule, welche unser Sohn nicht ohne Grund besucht. Die ersten drei Schuljahre gab es keine Probleme, was durch die Kreisreform wohl vorbei zu seien scheint.Bei einer Ganztagsschule muß ich ja wohl davon ausgehen, das ein Großteil der Kinder bis ca.16.00 Uhr die Angebote nutzen müssen. Jetzt wird uns wohl wieder ein Beamtenhürdenlauf durch`s neu strukturierde Landratsamt bevorstehen, bis alles wieder in seinen gewohnten Bahnen läuft und man kann nur hoffen, dass man dabei Beamte erwischt, die nicht gerade gestresst, demotiviert oder übellaunig sind und dem Ganzen ein schnelles und vor allem gutes Ende bereiten.Mit freundlichen Grüßen Tino Fiedler