Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...

Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Eröffnungstag lockt 9000 Besucher

Laga1Reichenbach – Nach über vier Jahren Vorbereitungszeit wurde die 5. Sächsische Landesgartenschau am Freitag in Reichenbach eröffnet. Bei sonnigem Wetter strömten gleich am ersten Tag mehr als 9000 Besucher auf das Gelände in der Altstadt.

 

Und wer noch nicht alles gesehen hatte, nutzte das wundervolle Frühlingswochenende, um die Gartenschau ein zweites Mal zu besuchen und Details anzuschauen.
Gewerkelt hatten die Handwerker und Gärtner quasi bis zur letzten Minute. „Wenn vorn die ersten Gäste reinkommen, gehen hinten die letzten Arbeiter raus“ hatte Oberbürgermeister Dieter Kießling schon eine Woche vor der Eröffnung vermutet. Doch vom Stress der letzten Vorbereitungen merkten die Besucher gar nichts.


Die große Eröffnungsshow am 1. Mai ließen sich neben vielen geladenen Gästen auch die Reichenbacher nicht entgehen. Noch in der Nacht vorher hatte Petrus die Straßen der Stadt mächtig gesprengt und mit Blitz und Donner auf das bevorstehende Ereignis aufmerksam gemacht. Am Tag darauf erkämpfte die Sonne mehr und mehr die Oberhand und bescherte den Reichenbachern und ihren Gästen einen vollauf gelungenen Gartenschau-Start.

Die Besucher waren gekommen, um die Vogtlandphilharmonie zu erleben und Sänger wie Katrin Weber, Gunther Emmerlich oder Jens Pfretzschner zu hören. Dabei feierte Pfretzschners Gartenschaulied „Blütenmeer“ Premiere. Viele der Akteure waren am Nachmittag noch einmal zu erleben.

 

Dann stand auch Schlagersänger Olaf Berger auf der Bühne. Eine so genannte LED-Wand machte es möglich, dass am Eröffnungstag das Programm auf der Hauptbühne auch von den Sitzstufen der Waldbühne aus verfolgt werden konnte. Und wer den Trubel weniger liebt, der schaute sich derweil die Blumen, Schmetterlinge, Bäume, Kunstwerke, Brücken und Bauten an.


Die Organisatoren der Gartenschau ernteten viel Lob für ihre Arbeit. Neben Ministerpräsident Tillich („die schönste Eröffnungsshow“) waren es vor allem die „einfachen“ Besucher, die die Gartenschau an sich und den Wandel der Altstadt im Besonderen lobten. Auch Gunther Emmerlich meinte mit Blick auf das Raumbachtal, es sei eine weise Entscheidung gewesen, die Landesgartenschau nach Reichenbach zu vergeben. Und tiefsinnig riet er noch: „Wer den Frühling nutzt, hat im Herbst einen Lenz.“


Bei der gastronomischen Versorgung lief dagegen noch nicht alles so glatt. Auf den Tischen im Biergarten türmte sich das schmutzige Geschirr, während sich am Verkaufsstand eine sehr lange Schlange gebildet hatte. Und auch im Restaurant mit Blick auf das Ausstellungsgelände mussten die Gäste übermäßig viel Geduld mitbringen. Wer etwas zu essen haben wollte, brauchte stundenlang Zeit. Entnervte Gäste verließen das Lokal sogar hungrig.




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