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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Enka-Leute halten Mahnwache
Elsterberg – Mit einer Mahnwache protestieren die Enka-Werker gegen die drohende Schließung des Viskose-Produzenten in Elsterberg.
„Seit gestern, 6 Uhr, stehen unsere Leute rund um die Uhr beim Betriebstor“, sagt Betriebsratsvorsitzender Klaus Wirth. Vier Mann (und Frauen), die alle sechs Stunden abgelöst werden. „Eine Aktion des Betriebsrates, die von unserer Gewerkschaft IG BCE unterstützt wird“, sagt Wirth.
Die Mahnwache hat nach seinen Worten sowohl symbolischen als auch praktischen Wert: Zum einen als Protest gegen die Werksschließung, zum anderen als Kontrolle, ob per Lkw Maschinen und Ausrüstungen weggeschafft werden sollen. „Dann würden wir möglicherweise Schritte einleiten.“
Heute, 13 Uhr, gibt Betriebsversammlung. „Immer dienstags, weil sich unsere Kollegen immer weniger sehen: Die Belegschaft ist total abgespeckt, weil der Betrieb gewissermaßen auf Stand by läuft, in Bereitschaft.“ Die Vogtländer wollen den völligen Stillstand verhindern, die Enka-Chefs wollen das Ende. Obwohl Enka Elsterberg Gewinne produziert, soll zum 30. Juni geschlossen werden – zugunsten eines Betriebes in Bayern. ufa
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