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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Eine Bootsfahrt mit Tücken
Plauen - Die Einzigen, die sich über den total verregneten Freitag wohl so richtig gefreut haben, waren die Organisatoren der 17. Trekkingbootsfahrt auf der Weißen Elster am Wochenende. "Am Donnerstag war die Elster ja noch fast leer und es sah böse aus", berichtet Hans-Jürgen Schneider, Inhaber des Camp-Marktes Plauen und seit Jahren Hauptakteur. Immerhin hatten sich 130 Fahrer angemeldet.
Diese sollten in sieben Touren mit sechs Camp-Markt-Booten von oberhalb der Kläranlage in Plauen bis zur Rentzschmühle fahren. Nach dem Starkregen des 17. April hatte sich das Blatt zum Guten gewendet und die Elster führte ausreichend Wasser. Pünktlich 11 Uhr starteten am Samstag die ersten Boote zur Fahrt durch das Elstertal. Das Wehr an der Elstertalbrücke wurde einigen zum Verhängnis, sie stiegen unfreiwillig aus. Trotzdem kamen nach reichlich einer Stunde alle wohlbehalten und mit bester Laune ins Ziel. "Es war einfach nur schön. Die Landschaft und alles. Aber anstrengend ist es schon", war von Claudia Rother aus Plauen zu hören. Sie war gemeinsam mit ihrem Mann Falk eine von jenen, die die Strecke erstmals gefahren sind.
Auf Grund der Witterung war in diesem Jahr die Anzahl der Zelte auf den Wiesen am Elsterufer sehr übersichtlich. "Dieses Mal sind nur die ganz Harten da", war am Samstagvormittag vom Organisator Hans-Jürgen Schneider zu hören. Seine Hoffnung, dass zu dem einen Zelt vom Donnerstag noch einige hinzu kommen, erfüllte sich. Als der Regen nachließ, bauten noch weitere Camper ihre Zelte auf. Rund 30 Teilnehmer am Zeltlager konnten gezählt werden. "Die Härtesten sind die jungen Leute aus Jößnitz" erzählte ein Teilnehmer aus Plauen. Schon viele Jahre bauen sie eine "Zeltstadt" auf und werden immer mehr. Die jüngste dieses Jahres war gerade mal acht Monate alt. "Sie war immer mit hier, sogar beim Gewitter am Donnerstag", erzählt ihre Mama.
Gestern wiederum machte bei Sonnenschein und milden Temperaturen die Bootspartie wieder richtig Spaß. Auch wenn der Wasserpegel der Elster erneut sank.
Gabi Kertscher
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