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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Neoplan Plauen: Ein Starliner für Frau Merkel
Plauen – Der Plauener Busproduzent Neoplan hat einen weiteren Großauftrag erhalten. Für den Intercity-Verkehr in Griechenland sind 160 neue Busse vom Typ Tourliner und Cityliner bei der MAN Nutzfahrzeuge Gruppe, zu der auch Neoplan gehört, geordert worden.
Der Reisebus Cityliner soll dabei ausschließlich in Plauen produziert werden. Zunächst sollen 25 Cityliner für den griechischen Straßenverkehr vom Band rollen, sagt Unternehmenssprecher Torsten Wagner dem Vogtland-Anzeiger. Die restlichen 135 Busse vom Typ Tourliner werden im türkischen Werk in Ankara gefertigt.
Viele griechischen Busunternehmen erneuern derzeit ihre Intercity-Flotte und setzen laut MAN auf moderne und umweltfreundliche Busse der Marke Neoplan. Die Regierung in Athen fördert zudem die Anschaffung der neuen Busse. Die Tourliner und Cityliner gehören in Griechenland nach Unternehmensangaben zu den meistverkauften Modellen. Neoplan sei in diesem Bereich Marktführer, heißt es.
Da Busunternehmen bei einer Neuanschaffung eher geringe Stückzahlen bestellen, ist der Auftrag aus Griechenland für Plauen schon bedeutend, sagt Wagner: „Durchschnittlich kauft ein Busunternehmen nie mehr als 10 Reisebusse. Der Neoplan Cityliner hat sich in den letzten Jahren zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Bisher konnten wir etwa 800 solche Reisebusse verkaufen.“
Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist auch bei Neoplan in Plauen zu spüren. Sorgen muss sich aber laut Wagner keiner der rund 350 Mitarbeiter machen. Zwar sind die Werksferien um einige Tage verlängert worden, aber Kurzarbeit sei in Plauen bisher kein Thema gewesen. „Die Auftragslage ist derzeit zufriedenstellend. Wann die Krise überwunden ist, kann man schlecht sagen. Gemerkt haben wir aber, dass die Auswirkungen bei uns erst etwas später zu spüren waren.“ Seit März lvergangenen Jahres konzentriert MAN die Busproduktion in Deutschland ausschließlich auf den Standort Plauen. Am zweiten Werk in Pilsting werden nur noch individuelle Kundenlösungen umgesetzt.
Das Vorzeigemodell von Neoplan ist der Starliner, welcher ebenfalls nun zum großen Teil in Plauen produziert wird. Einen solchen Premium-Bus hat zuletzt ein Unternehmen aus Köln bestellt. Dieser soll die CDU bei ihrem Bundestagswahlkampf unterstützen. Sicher wird auch CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel das ein oder andere Mal mit dem Bus aus Plauen durch Deutschland touren.
Der Dreiachser ist 2,55 Meter breit, 13,9 Meter lang und 3,9 Meter hoch. Einen solchen Bus hat auch schon das Formel 1 Team von Toyota gefahren. Aktuell besitzt der Fußballclub Hansa Rostock ebenfalls einen solchen Luxusbus. Ob Kanzlerin Merkel bereits bei ihrem Besuch am Dienstag auf dem Altmarkt in Plauen mit dem neuen Starliner anreist, ist nicht bekannt. mar
Bild: Ein Doppelstockbus für die Berliner Verkehrsbetriebe vor den Werkstoren von Neoplan Plauen.
2009-08-13
Kommentar zu Neoplan Plauen: Ein Starliner für Frau Merkel?
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