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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Ein neuer Boulevard für Plauen

Rund 9,4 Millionen Euro sind investiert worden

 

Neundorfer Straße mit neuem Hans-Löwel-Platz. Foto: ReißmannPlauen – Die Neundorfer Straße ist wieder komplett nutzbar – und das größte Straßenbauvorhaben der letzten beiden Jahre in Plauen ist damit seit Freitag Geschichte. Mit der Übergabe kann der Verkehr nach rund 20 Monaten Bauzeit wieder uneingeschränkt rollen.


„Ich freue mich, dass eine der wichtigsten Straßen in der Innenstadt Plauens fertig ist“, sagt Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer. Nach Jahrzehnten der Benutzung war der komplette Ausbau der Straße unabdingbar. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 9,4 Millionen Euro, der Anteil der Stadt liegt bei 5,3 Millionen. „Rund 980 000 Euro davon hat der Freistaat Sachsen getragen.


Auf einer Baulänge von rund 900 Metern wurde die Straße auf mindestens sieben Meter Breite ausgebaut. Die Parkflächengröße beträgt 2,25 Meter, diese bestehen aus Granitgroßpflaster. Der Gehweg ist 2,50 Meter breit und besteht beidseitig aus hochwertigen Belägen in Anlehnung an die Gründerzeit Plauens. „Das war uns besonders wichtig, gerade hier den historischen Charakter zu erhalten“, fasst Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer zusammen. Vor historisch bedeutsamen Gebäuden war in der Gründerzeit Granitbelag auf den Fußwegen bevorzugt. Auffallend sind hierbei auch die Laternen, die sich perfekt ins Bild schmiegen.


„Viele neue Verweilzonen mit Bänken und Aufenthaltsbereichen sind eingerichtet worden“, freut sich das Stadtoberhaupt. Dabei zählt er den Springbrunnen am Rathaus und die Fläche vor der Jugendherberge sowie auf der Herrenstraße auf. Grüner wird es auch wieder: Insgesamt 84 Bäume wurden neu gepflanzt Wichtig für den Oberbürgermeister ist vor allem eines: „Durch den Ausbau konnte die Verkehrssicherheit für Fußgänger, Radfahrer, Autos und die Straßenbahn wesentlich erhöht werden.“


„Dank der milden und trockenen Wetterlage können die Bauleistungen schneller als geplant abgeschlossen werden“, freut sich Steffen Schmalfuß und erinnert an die Probleme von Mitte 2008: „Durch die sehr starken Regenfälle und durch unbekannte Kabel und Leitungen, die in keinem Plan, in keiner Zeichnung existierten, ging es nicht reibungslos voran.“ Einige Arbeiten mussten dadurch ins Jahr 2009 mitgenommen werden. Aufgrund dessen konnten die Baufachleute den Hans-Löwel-Platz, die Nobelstraße sowie die Herrenstraße bis zum Jahresende 2008 nicht fertig stellen. Doch mit Beginn des 2. Bauabschnittes, der am 18. Februar 2009 startete, liefen die Arbeiten wieder reibungslos und auch Aufgeschobenes konnte gut aufgeholt werden. Mitte des Jahres hieß es dann: Ein großer Teil ist geschafft. Im Bereich vom Unteren Graben bis zur Marienstraße konnten die Bauarbeiten am 1. Bauabschnitt der Neundorfer Straße abgeschlossen werden. „Der Hans-Löwel-Platz wurde Mitte Juli für den Verkehr freigegeben“, erinnert Bauleiter Steffen Schmalfuß.

 

Und die Bahn rollte ab 1. Oktober wieder ungehindert Richtung Neundorf. Der lange Schienenersatzverkehr fand damit ein Ende. „Damit haben wir wirklich einen Boulevard mitten in der Stadt“, freut sich auch Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer über die Fertigstellung der Neundorfer Straße. va/pl

 

2009-12-12




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