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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Ehemaliger Preisträger eröffnet Wettbewerb
Bad Elster – Vom 9. bis 14. Mai ruft die Musikstadt Klingenthal zum 46. Mal die Elite-Akkordeonisten aus aller Welt zum „Internationalen Akkordeonwettbewerb Klingenthal“ an die Wiege des deutschen Akkordeonbaus. Über 100 Musikanten aus 23 Ländern werden zu einem hohen künstlerischen Niveau des Wettbewerbes beitragen. Mit einem anspruchsvollen festlichen Konzert wurde der Akkordeonwettbewerb am Samstag im König Albert Theater in Bad Elster eröffnet.
Als ein einzigartiges Musikereignis bezeichnete Landrat Dr. Tassilo Lenk in seinem Grußwort die traditionelle Veranstaltung, die bereits 1948 in einem „Wettstreit für Akkordeonsolisten und Akkordeonduos“ erstmalig stattgefunden hatte. „Die Veranstalter können sich dabei auf die gute Unterstützung des Freistaates Sachsen, des Landkreises Vogtland und des Kulturkonvents Vogtland, der Euregio Egrensis der gastgebenden Stadt Klingenthal und ihrer Bürger, vor allem natürlich der Musikinstrumentenbauer, verlassen“, hob Dr. Lenk hervor. „Schon seit rund 160 Jahren geht von der Musikstadt der Ruf des Instrumentenbaus hinaus in die Welt und ist auch die älteste Akkordeonmanufaktur der Welt, die Harmona Akkordeon GmbH in Klingenthal ansässig“, fügte der Landrat an und ergänzte: „Das zeigt auch die Symbiose zwischen der langjährigen Tradition des Handwerks und des bereits seit Jahrzehnten weltweit renommierten Wettbewerbs, dass diese Instrumente nicht nur meisterlich gebaut, sondern auch mit Seele von begabten Musikern der Welt gespielt werden.“
Herzliche Grüße zur Eröffnung des diesjährigen Internationalen Akkordeonwettbewerbes überbrachte er auch im Auftrag vom Schirmherrn des Wettbewerbes, dem Präsidenten des Sächsischen Landtages, Erich Iltgen. Ganz besonders herzlich begrüßte Manfred Gäbler in Vertretung des erkrankten Klingenthaler Bürgermeisters Reiner Schneidenbach die Teilnehmer des Akkordeonwettbewerbes sowie die 16 Mitglieder der aus Professoren, Komponisten und Musikpädagogen besetzten Internationale Jury aus elf Ländern.
Mit der Ouvertüre aus der „Feuerwerkmusik“ von Georg Friedrich Händel stimmte die Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach unter der Leitung von Jiri Màlàt zum festlichen Eröffnungskonzert ein. Applaus aus den Reihen der Zuschauer gab es im Anschluss für das dargebotene Konzert Nr. 2 für Akkordeon und Orchester von Efrem Podgaitz. Als Solist beeindruckende dabei der russische Akkordeonvirtuose Professor Friedrich Lips aus Moskau, der 1969 den Klingenthaler Wettbewerb gewonnen hatte und seither zu einer internationalen Institution des Akkordeonspiels wurde.
Außerdem begeisterte auch der argentinische Bandoneonsolist Victor Villena zum Eröffnungskonzert mit einigen musikalisch exotischen Kostproben aus seinem Repertoire. Der Solist, der auch bereits in Hollywood Filme und Werbespots vertonte, gilt als einer der gegenwärtig gefragtesten Bandoneonspieler und hat außerdem unter anderen einen ganz großen Anteil daran, dass die Rückkehr des Tango in die Konzert- und Tanzsäle ein weltweiter Erfolg wurde. Mit Sicherheit wird in den kommenden Tagen der 46. Internationale Akkordeonwettbewerb sowie ein ebenso anspruchsvolles Rahmenprogramm bei allen Akkordeonisten und Bandoneonisten wie auch Zuschauern erneut für ein nachhaltiges Erlebnis sorgen.
Steffen Adler
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