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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Die Amerikaner kommen wieder ins Vogtland
An 65. Jahrestag der Befreiung wird mit einem Liberty Convoy erinnert
Plauen – Es waren die Amerikaner, die das Vogtland und West-Böhmen vor 65 Jahren vom Nazi-Regime befreit haben. Genauer, das 347. US-Infantry Regiment der 87. Infantry Division der 3. US Army unter General Georg Patton. Jener General, der auch das KZ Buchenwald befreite.
Am 16. April 1945 war die US Army in Plauen einmarschiert und machte dem braunen Spuk ein Ende. Daran soll vom 16. bis 18. April dieses Jahres mit einem Gedenkmarsch erinnert werden. Liberty Convoy – einen Zug der Befreiung – wollen Männer aus Deutschland rund um den Pausaer Andreas Bräuer, aus Pilsen und Prag mit originalgetreu restaurierten US-Fahrzeugen und in zeitgenössischen Uniformen nachgestalten. In Pilsen ist dies beim Fest der Freiheit seit 1990 alljährlich im Mai bereits der Fall.
Der Gedenkmarsch im April orientiert sich nach Aussage von Historiker Rolf Ballhause und der ad astra Entwicklungsgesellschaft anhand vorhandener Unterlagen weitgehend an der Marschroute der 87. Infantry Division. Dabei werden in mehreren Etappen unter anderem Pausa, Mehltheuer, Syrau, Plauen, Oelsnitz, Adorf, Falkenstein, Jägersgrün, Morgenröthe-Rautenkranz, Carlsfeld, Klingenthal und Kraclice passiert. Der Convoy endet am 18. April mit einer Kranzniederlegung am ehemaligen Standort des dortigen Außenlagers des KZ Flossenbürg. Teilnehmen werden auch drei Kriegsveteranen der 87. Division.
Über die Befreiung des Vogtlandes und Westböhmens gebe es auch ein Kriegstagebuch eines amerikanischen Soldaten sowie einen Film, der durch ein Filmteam der US Air Force entstand. Am kommenden Samstag treffen sich zur Vorbereitung des Liberty Convoy Vertreter der tschechischen Clubs für amerikanische Kriegsgeschichte und Militärtechnik „Klub trety armady Plzen“ und „Old Car Rangers Praha“ in Plauen. Treffpunkt ist 13 Uhr auf der alten Elsterbrücke, deren Sprengung am 16. April 1945 Sergeant Tom Stafford, Zugführer der L-Kompanie des 347. Infantry Regiments mit seinem Platoon verhindert hat.
“Der Liberty Convoy hat das Ziel, aus der Vergangenheit die Kraft für eine gemeiname Zukunft im Konsens der ehemaligen Kriegsgegner zu schöpfen, getragen von der Erkenntnis, dass eine Lösung von Konflikten mit Gewalt keine Zukunft hat. Wir brauchen eine Geschichte, um die Welt zu verstehen. Denn es gibt keine Identität ohne Geschichte“, betonen die Organisatoren des Gedenkmarsches. Für sie ist das Treffen am Samstag das erste persönliche. „Es ist ein sehr wichtiger Termin bei der Bewältigung einer sehr belastenden und trotzdem gemeinsamen Vergangenheit.“
Der Pausaer Andreas Bräuer hatte in seiner Uniform eines Sergeanten der US Army mit einem Dodge-Jeep schon viele Auftritte in der Öffentlichkeit. Vom 15. bis 18. April werden die „Amis“ ein Camp in Waldfrieden bei Mühltroff, wo auch immer das US-Car-Treffen stattfindet, aufschlagen.
Von Marjon Thümmel
2010-01-14
Kommentar von _D. Buchmann am 06.02.2010; 20:29:49 Uhr
Kommentar zu Die Amerikaner kommen wieder ins Vogtland
Weiss jemand wie man an das erwähnte Tagebuch und an den Film kommt? wenn ja bitte email an nilo.B94@web.de dankeKommentar zu Die Amerikaner kommen wieder ins Vogtland?
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Kommentar von _Bernd Grett am 28.01.2010; 11:31:43 Uhr
Kommentar zu Die Amerikaner kommen wieder ins Vogtland
Wo bleiben die Gedenktafeln für die Opfer des alliierten Bombenterrors wenige Tage vor der "Befreiung"! Wo bleiben die Gedenktafeln für die gefallenen deutschen Soldaten und die Opfere alliierter Kriegsverbrechen im Vogtland in der Enphase der militärischen Auseinandersetzungen !Aber diese Tatsachen sind wahrscheinlich unbekannt, oder sie werden von "offizieller" Stelle ignoriert oder weggeleugnet! Jedes Volk hat Opfer und Täter!! Ein Veteranentreffen von deutschen und amerikanischen Landsern auf gleicher Augenhöhe wäre förderungswürdig.
Die geplante einseitige "Bewältigungsfeier" wird einer objektiven Geschichtsaufarbeitung in keiner Weise gerecht!