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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Das Wunder der Pöhler Bibel
Jocketa – Im kleinen, schönen Dorf Pöhl wurde 1661, nach dem Dreißigjährigen Krieg eine neue Kirche eingeweiht. Als 300 Jahre später die Talsperre Pöhl errichtet wurde, sollte die alte Kirche abgetragen und in Jocketa wieder aufgebaut werden. Dazu ist es nie gekommen!
Am 24. März 1961 ist durch fahrlässige Brandstiftung zweier Jungen die Pöhler Kirche den Flammen zum Opfer gefallen. Die Buben waren morgens gegen 6 Uhr durch ein eingeschlagenes Fenster in die Kirche eingestiegen und hatten sich mit den brennenden Altarkerzen alles angesehen. Am zeitigen Vormittag kam es in der Orgel zum Brand. Trotz Einsatz mehrere Löschzüge der Feuerwehr, konnte nichts mehr gerettet werden.
Die Glocken sind zersprungen und das Metall geschmolzen. Einige Tage später durfte in der Kirche aufgeräumt werden. Auf dem Altar wurde aufgeschlagen die BIBEL gefunden. Wie durch ein Wunder war nicht eine Seite des Buches verbrannt. 1907 hatten Konfirmanden diese Bibel der Gemeinde Pöhl geschenkt. Neu eingebunden liegt heute nun diese Bibel wieder auf dem Altar unserer Kirche. Am 28. August 1965 konnte die neu aufgebaute Kirche als Dreifaltigkeitskirche Jocketa- Pöhl wieder eingeweiht werden.
Von Silke Tittes
2009-12-22
Kommentar zu Das Wunder der Pöhler Bibel?
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