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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Besucherrückgang auf vogtländischen Campingplätzen
Die Zahl der Touristen, die ihren Urlaub auf den Campingplätzen im Vogtland verbringen, ist 2010 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Fünftel zurückgegangen. Spürbar ist der Rückgang besonders an der Talsperre Pöhl.
Plauen – Als Hauptursache für den enormen Besucherschwund sieht Kerstin Müller, die Leiterin der Buchhaltung des Zweckverbandes Talsperre Pöhl, das schlechte Wetter im vergangenen Sommer. „Es gab quasi nur drei schöne Wochen, sonst war es kühl und verregnet“, sucht sie nach Gründen. Doch auch die finanziellen Verhältnisse der Menschen seien durch die Wirtschafts- und Finanzkrise nicht die besten gewesen.
Die Zahlen sind alarmierend: Verbrachten im Jahre 2009 noch 10590 Camper ihren Urlaub auf dem Campingplatz an der Talsperre Pöhl, so sank dieser Wert innerhalb eines Jahres auf 8150 Urlauber.
Ein Rückgang von 2440 Gästen (rund 23 Prozent). Lediglich die Zahl der Übernachtungen blieb mit 2,7 in den vergangenen beiden Jahren stabil, auch wenn sich dieser Wert, der sich, in totalen Zahlen ausgedrückt, entsprechend der geringeren Urlauberzahl von 28 104 Übernachtungen (2009) auf 21 840 (2010) verringerte, noch drastischer anhört. Obwohl das Wetter in diesem Sommer laut Vorhersagen besser als der letztjährige werden soll, machen Kerstin Müller einzelne Infrastrukturprojekte zu schaffen. Gebaut wird derzeit die Straße zwischen Plauen und Möschwitz, die Zufahrt zum Campingplatz ist daher das ganze Jahr nur über Umwege möglich. „Doch wir hoffen natürlich auf eine Steigerung der Zahlen“, so Müller. Genauere Prognosen möchte sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber noch nicht anstellen.
Besser dagegen sieht die Entwicklung am Campingplatz an der Talsperre Pirk aus. „Wir hoffen auf eine gute Saison“, war von der Geschäftsführerin der Naherholung Talsperre Pirk GmbH, Ilona Kühner, zu erfahren. „Die Wasserqualität ist hervorragend, neue Sanitäranlagen haben wir auch in Betrieb genommen“, erklärte sie. Die Besucherzahlen an der Talsperre Pirk sind im Jahresvergleich von 832 (2009) auf exakt 1000 Gäste (2010) sogar angestiegen. Doch die Baumaßnahmen in Form einer Sedimentberäumung bis zum Sommer 2009 lassen einen Vergleich in dem Falle nur schwer zu. Sinnvoller erscheint daher ein Blick auf das Jahr 2007.
Damals zählten die Betreiber mit 1052 Gästen nur unwesentlich mehr. Im gleichen Zeitraum stieg aber die Anzahl der Übernachtungen von 2285 (2007) auf nunmehr 2833. Trotz dieser verhaltenen positiven Entwicklung übt die Geschäftsführerin Kritik an den Fördermittelrichtlinien der Politik. Von nur geringer Aufmerksamkeit spricht Kühner, die den Wassertourismusstandorten geschenkt würde: „Wenn der Tourismus angekurbelt werden soll, dann muss das von Staatsseiten her auch ermöglicht werden.“
Von Eric Holtschke
2011-05-24
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