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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Beschlossen: Vogtlandstadion jetzt Sternquell-Arena
Plauen – Die Spielstätte des VFC Plauen heißt ab sofort Sternquell-Arena. Nach dem die Stadtverwaltung gegen die Umbenennung nichts einzuwenden hatte, haben Brauerei und Verein ihre weitere Partnerschaft nun offiziell besiegelt.
Die Fußball-Regionalligisten des VFC Plauen spielen heute (04.03.2011) erstmals in ihrer neubenannten Spielstätte im Vogtlandstadion: Der Sternquell-Arena. Holstein Kiel heißt ab 19 Uhr der Gegner.
Die Umbenennung ist gestern offiziell zwischen Verein und der Sternquell Brauerei beschlossen worden. Der neue Name und die gut 20-jährige Treue der Plauener Brauerei soll beim heutigen Heimspiel gemeinsam mit den Fans gefeiert werden. Jeder Zuschauer im Stadion wird mit einem Freibier begrüßt, verkündete Produktmanager Thomas Münzer. Jugendliche unter 16 Jahren bekommen alkoholfreie Getränke. Außerdem wird mit Pyrotechnik der neue Schriftzug erstmals im Stadion für kurze Zeit zu sehen sein. Optisch soll er später zwischen den beiden Haupttribünen fest angebracht werden.
Für den erfolgreichsten Fußballverein der Region bedeutet das Titelsponsoring des Stadions vor allem eine gewisse wirtschaftliche Stabilisierung. Fußballclubs befinden sich stets in schwierigen finanziellen Situationen, sagt VFC-Präsident Wilfried: „Wir sind angewiesen, alles zu vermarkten, was zur Verfügung steht.“ Der Vertrag ist zunächst auf fünf Jahre festgesetzt worden. Über Zahlen wollten sich beide Partner nicht äußern. Sternquell engagiert sich mit dem Schritt nun doppelt und hat zwei Sponsorverträge mit dem VFC Plauen. Die Brauerei bleibt auch künftig der Hauptsponsor, heißt es von Sternquell-Geschäftsführer Jörg Sachse.Das Unternehmen habe bisher dem Verein stets die Treue gehalten . Der Schriftzug werde die langjährige Partnerschaft noch besser nach außen tragen und weiter festigen, betonte Sachse. „Für uns als tief im Vogtland verwurzelte Traditionsbrauerei ist die Partnerschaft mit dem VFC fester Bestandteil unseres Engagements in der Stadt.“
Der neue Name für die Spielstätte müsse nun wachsen und gelebt werden, wünscht sich Münzer. „Er wird nicht gleich überall bei den Leuten in den Köpfen sein.“ Stück für Stück wird der neue Titel nun überall auf Eintrittskarten, Briefen und Ankündigungen den alten Namen Vogtlandstadion ablösen. Bei der Entscheidung wollte der VFC Plauen keinen Alleingang und wählte aus diesem Grund den Weg durch die Stadtverwaltung, erklärte Hub. Juristisch sei der Schritt aber nicht nötig gewesen. „Wir sind zufrieden, mit dem, wie es gelaufen ist. Die Fans stehen dahinter. Es gibt eine breite Zustimmung.“
Von Martin Reißmann
2011-03-03, Foto: I. Pastierovic
Kommentar zu Beschlossen: Vogtlandstadion jetzt Sternquell-Arena?
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