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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Angela Merkel isst frische Bambes im Handelshaus

Plauen – Zwei Tage nach dem hohen Besuch der Kanzlerin in Plauen ist wieder beschauliche Ruhe eingekehrt. Nicht ganz so schnell vergessen wird den Aufenthalt der mächtigsten Frau der Welt in der Vogtlandmetropole aber Anka Kaminski.
Die Inhaberin des historisch sanierten Gasthauses „Altes Handelshaus“ auf der Straßberger Straße begrüßte die Regierungschefin persönlich als Gast. Das Frau Merkel ausgerechnet sich das Handelshaus zur Einkehr ausgesucht hatte, überraschte und freute die Gastwirtin ganz besonders, sagte sie im Anschluss dem Vogtland-Anzeiger. „Wir haben sehr kurzfristig davon erfahren, dass Frau Merkel zu uns kommt.“ Eigentlich sollte die Kanzlerin direkt in die so genannte Torschließerstube zum Essen geführt werden, die unmittelbar am Eingang des Gasthauses liegt.
Da sie aber wahrscheinlich so angetan war vom Ambiente des Hauses, entschloss sie sich zu einem spontanen Rundgang durch alle Räume. „Sie wollte sich alles anschauen“, so Gastwirtin Anka Kaminski. Sie führte die Kanzlerin und erklärte die Geschichte des Gebäudes, das bereits 1789 als Teil der damaligen Stadtbefestigung erbaut wurde und vorrangig als Handelsplatz für Waren und Güter genutzt wurde. Sichtlich angetan war die Parteichefin der CDU vom barocken Gewölbe im Gastraum. Nicht schlecht staunten die Gäste im Biergarten, als plötzlich Angela Merkel durch die Tür kam. „Sie begrüßte die Gäste und sagte Hallo an den Tischen.“
Nicht entgehen lies sich Angela Merkel einen Blick in die Küche. Sie wollte wissen, wer heute für sie kocht und kam mit dem Koch ins Gespräch. Hier hat sie auch verraten, dass sie sehr gerne frische Frikadellen isst. In der Torschließerstube war der Tisch für die Regierungschefin und ihrem Team inzwischen prall gefüllt. „Die Kanzlerin hatte sich eine einfache und deftige Küche gewünscht.“ Es gab unter anderem neben Fisch und Fleisch auf einer großen gemischten Platte vogtländische Spezialitäten mit hausgemachten Bambes und Bratkartoffeln. „Unsere hauseigenen Bambes mochte sie ganz besonders.“
Im Anschluss an das Essen trug sich die Kanzlerin in das Gästebuch des Hauses ein. Sie schrieb: „Herzlichen Dank für einen schönen Aufenthalt im Alten Handelshaus. Viel Erfolg!“ Etwa eine dreiviertel Stunde verweilte die Bundeskanzlerin im Gasthaus. Auf dem Altmarkt machte sich unterdessen das Gerücht breit, dass Angela Merkel eine Stunde später kommt. Dabei war sie längst in Plauen und saß einige Meter vom Altmarkt entfernt in einem Restaurant. Nach ihrem Bad in der Menge und der umjubelten Wahlkampfrede vor gut 5000 Menschen fuhr die Kanzlerin im Autokorso Richtung Vogtlandstadion und verließ Plauen mit einem Helicopter der Deutschen Luftwaffe. Das Ziel war die Leichtathletik-WM in Berlin. Im Deutsche Haus besuchte sie auch Weltmeisterin Steffi Nerius. mar
2009-08-20
Plauen – Zwei Tage nach dem hohen Besuch der Kanzlerin in Plauen ist wieder beschauliche Ruhe eingekehrt. Nicht ganz so schnell vergessen wird den Aufenthalt der mächtigsten Frau der Welt in der Vogtlandmetropole aber Anka Kaminski.
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Kommentar von _Kai Grünler am 21.08.2009; 12:02:55 Uhr
Kommentar zu Angela Merkel isst frische Bambes im Handelshaus
Wäre Frau Merkel mit drei Kindern zum Essen gekommen, wäre sicher nicht alles so problemlos verlaufen. Wir haben diesen Fehler einmal gemacht, als Familie im Handelshaus essen zu gehen, wurden von Tisch zu Tisch umgesetzt und zum Schluß vergessen. Nachdem man uns wiederentdeckt hatte, hatte es ewig gedauert, bis das völlig kalte Essen geliefert wurde und besonders freundlich war man mit uns auch nicht.Ein sehr negatives Erlebnis und auch nicht das einzige in diese Lokalität. Leider! Gastfreundlichkeit wird hier ganz klein geschrieben, typisch Vogtländisch eben (kleines zänkisches Bergvolk).