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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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50 Lokführer der Vogtlandbahn ausgesperrt
Die Fronten zwischen streikenden Lokführern und der Vogtlandbahn spitzt sich zu. Rund 50 von 92 Vogtlandbahn-Lokführer wurden vom Dienst suspendiert, dürfen das Betriebsgelände nicht betreten.
Neumark/Plauen – „Die Geschäftsleitung will einen reinen Nevenkampf, will die Leute mürbe machen, damit sie den Streik brechen“, sagen die Lokführer Jens Lüttchen und Gunnar Förster, die der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) organisiert sind. Alles, was sie wollen, ist der Abschluss eines einheitlichen Bundesrahmentarifvertrages für alle Lokführer in der Unternehmensgruppe, der sich tariflich angleicht an die Löhne der DB-Beschäftigten. So bekommen Lokführer der ODEG in der Lausitz beispielsweise 27 Prozent weniger als DB-Kollegen.
Die Entlohnung der Lokführer bei der Vogtlandbahn nähere sich der der DB zwar schon an – sie liegt etwa drei bis zehn Prozent darunter – doch gebe es innerhalb der Vogtlandbahn noch zu große Lohnunterschiede. Lokführer mit Verträgen nach dem Jahr 2006 arbeiten 40 statt 39 Wochenstunden, bekommen einen Tag weniger Urlaub, nur die Hälfte des Weihnachtsgeldes und der Stundenlohn liegt 89 Cent niedriger, als der der Lokführer mit den Altverträgen.
Als überflüssig bezeichnet die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), den Streik der bei der GDL organisierten Kollegen. Den Tarifvertrag, für den die GDL kämpfe, gebe es schon, sagt Thomas Klinge, Gewerkschaftssekretär der EVG. Die EVG habe einen solchen Tarifvertrag für alle Bahn-Beschäftigen, nicht nur für Lokführer, abgeschlossen. cze
Mehr dazu in unserer Wochenendausgabe.
2011-07-01
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