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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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214 711 Fans sehen großen Sport
Hohenstein-Ernstthal – Der große Regen hat den großen Motorrad-Preis von Deutschland auf dem Sachsenring um einen erneuten Zuschauer-Rekord gebracht.
Mit insgesamt 214 711 Besuchern an den drei Tagen war der WM-Lauf aber das bisher bestbesuchte deutsche Sportereignis des Jahres. Den Rekord von 226 944 Besuchern aus dem Jahr 2007 hatte man schon im Vorjahr um rund 5000 Zuschauer verpasst. Damals regnete es nur am Renntag. Schauer an allen drei Tagen sorgten diesmal für einen weiteren Rückgang um knapp 7000 Zuschauer.
Rock’n’Roll auf dem Sachsenring: Die Fans sahen ganz großen Sport. Vor allem in der Königsklasse hielt es keinen Zuschauer mehr auf den Sitzen. Weltmeister Valentino Rossi aus Italien und sein Yamaha-Teamkollege Jorge Lorenzo lieferten sich, wie schon oft in dieser Saison, ein Duell auf Biegen und Brechen. Bei meheren Überholmanövern der beiden stockte einem der Atem. Am Ende gewann Rossi mit 0,099 Sekunden Vorsprung – mit bloßem Auge nicht zu erkennen.
Der Traum vom ersten Heimsieg in der Motorrad-Weltmeisterschaft seit 1996 eines Deutschen platzte am Sonntag wie eine Seifenblase. Als WM-Spitzenreiter Julian Simon aus Spanien jubelnd den Zielstrich passierte, hatten sich die deutschen Hoffnungsträger Stefan Bradl (Zahling) und Jonas Folger (Schwindegg) bereits ihrer Leder-Kombis entledigt. Nur Sandro Cortese (Berkheim) kämpfte als „letzter Mohikaner“ um ein einigermaßen ordentliches Ergebnis und wurde belohnt: Als Sechster rettete der Derbi-Pilot das Ansehen der deutschen Asse.
Die Formel 1 fährt in Deutschland seit Jahren Verluste ein, der deutsche Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring macht Gewinn. „Wir sind in einer sehr guten Position im Moment“, sagte ADAC-Motorsportpräsident Hermann Tomczyk: „Wir haben mit dem Vermarkter Dorna gemeinsam in die Zukunft investiert, und nun profitieren beide davon.“ Der Sachsenring, bis 2011 im WM-Kalender, braucht derzeit keine Konkurrenz zu fürchten. „Es gibt sicher Strecken, die nicht infrage kommen. Wir haben unseren WM-Lauf schon auf zwei anderen Strecken ausgetragen und hatten dort nicht den Erfolg.“ P Seite 16
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