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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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20 000 feiern den Tag der Vogtländer in Reuth
Reuth – Dass die Kleinen ganz groß auftrumpfen können zeigte sich am Samstag eindrucksvoll beim ins Reuther Lindenfest eingebundenen „Tag der Vogtländer“.
Die 13. Auflage zog rund 20 000 Besucher in die knapp über 1000 Einwohner zählende Gemeinde im westlichen Vogtland.
Die 13 hat Reuth Glück gebracht, doch es lag längst nicht an Fortuna allein, dass das größte Kulturereignis im Vogtlandkreis ein voller Erfolg wurde. Mitarbeiter des Landratsamtes, allen voran wie in jedem Jahr Kulturchefin Gabriele Klug und die Kollegen der Gemeinden Reuth mit Bürgermeister Ulrich Lupart, organisierten ein abwechslungsreiches Fest mit vielfältigster Unterhaltung.
Das bewährte tragende Konzept von Festumzug, Vogtländischem Nachmittag und abendlicher Star-Gala erfuhr publikumswirksame Umsetzung. Nach dem farbenprächtigen, 90 Bilder umfassenden Umzug zwischen Musik, Sport, Tanz, Handwerkskunst sowie historischer Fahrzeugparade und Einblicken in die 800-jährige Geschichte des Vogtlands, folgte der gleichzeitig auf zwei Bühnen ausgetragene Vogtländische Nachmittag. Auf der Hauptbühne im Festzelt am Sportplatz und dem Open-Air-Areal „Am Wall“ offenbarten knapp 50 Programmpunkte das beachtliche Leistungsvermögen junger wie erfahrener vogtländischer Künstler.
Daran erfreuten sich auch der Bundestagsabgeordnete Robert Hochbaum und Landrat Tassilo Lenk, der die von Jeanette Breitsprecher geleiteten Evergreen Mini Kids der Plauener Kita „Zwergenland“ persönlich lobte. Die vier- und fünfjährigen Tänzerinnen bekamen für ihren Samba-Part bei der Reise um die Welt besonders starken Applaus. Auch das war eins von vielen Zeichen, dass die Kleinen ganz Großes leisten können.
Eigentlich ist es kaum möglich, aus der Vielfalt der gebotenen Programme einzelne Künstler hervorzuheben. Aber natürlich bildete der Auftritt von Stefanie und Eberhard Hertel, gemeinsam mit Stefan Mross, das Highlight des Samstag Abend. Über 2500 Menschen ließen sich das zweistündige Programm der beliebten Künstler im Festzelt nicht entgehen. Mit ihren bekannten Titeln, aber auch neuen Liedern präsentierten sie sich dem Publikum, wobei der als Spaßvogel bekannte Stefan für zusätzliche Lachsalven sorgte. Ihre vor allem jugendlichen Fans versetzten die Dorfrocker aus Bayern in Stimmung und so manch schmachtender weiblicher Blick Richtung Bühne bewies, dass die Jungs auch optisch nicht zu unterschätzen waren.
Nicht weniger Stimmung verbreitete die Beatles Revival Band aus Prag. Ihre Hommage an die Liverpooler Pilzköpfe kam besonders bei jenen bestens an, die die Beatles-Ära mit ihrer eigenen Jugend verbinden. Doch nach dem Fest ist vor dem Fest. Und so freut sich die Region bereits auf den nächsten Tag der Vogtländer im Jahre 2010, wo das Fest wieder an seine Wurzeln, nämlich nach Markneukirchen, zurückkehrt. J. Preuß/tp
2009-08-24
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