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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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1100 Würste für die Tafel
Plauen – Leberwürste, Bierschinken, Knacker, Teewurst oder Leberkäse, fein verpackt in reichlich 100 Gramm-Portionen bekam die Plauener Tafel gestern morgen. Insgesamt gut 1100 Würste.
Das sind 154 Kilogramm und damit der erste Teil der insgesamt 259 Kilo Wurst, die die Genussfleischerei Heiko Floss an die Plauener Tafel spendet. Die Menge erradelt hat der Plauener Extremsportler Frank Trtschka bei seiner 72-Stunden-Ergometer-Challenge vor zwei Wochen im Plauen Park. Drei Tage am Stück saß Trtschka auf dem Rad und wurde dabei von 124 „Mitfahrern“ auf zwei weiteren Ergometern beim Kalorien verbrauchen unterstützt. Pro 100 Kilokalorien, die zusammenkamen, spendete Floss 400 Gramm Wurst. 259 Kilo sind ein wahrlich stattliche Summe, für die sich die Sportler, allen voran Trtschka, nicht schonten. Der 31-Jährige hatte bereits nach dem ersten Tag einen geschundenen Allerwertesten – und gab trotzdem nicht auf.
„Alle vier Stunden war eine Pause von zwanzig Minuten. Ich habe diese Aktion aber nicht als Rekordversuch angemeldet“, sagte Trtschka gestern bei der Wurstübergabe in der Plauener Tafel. Dort war auch Heiko Floss mit dabei, als die Mitglieder des Vereins Kraftsportfreunde Stöckigt die Kisten mit den Würsten in die Ausgabestelle trugen. Die überreichte Wurstmenge hat einen Wert von gut 1600 Euro. „Wir werden in zwei Wochen die restlichen 105 Kilogramm Wurst anliefern“, versprach Heiko Floss. Da werden es nochmal gut 900 Stück im gleichen Einzelgewicht im Geldwert von rund 1000 Euro sein. Außerdem übergab Heiko Floss noch eine Spende von 160 Euro. Das war der Erlös aus der Spendenbox beim Ergometer-Wettbewerb und dem Verkauf der Fettkiller-Wurst im Plauen Park.
Sofort nach der Übergabe begann die Ausgabe der Spenden an die Bedürftigen der Plauener Tafel. „Wir werden die Würste in allen Ausgabestellen unserer Tafel verteilen. So werden auch unsere ‚Kunden‘ in Elsterberg oder dem Oberen Vogtland etwas davon erhalten“, versprach Konstanze Schumann, die Ali-Geschäftsführerin. Für sie war die Beteiligung seitens der Stadt Plauen und auch des Landratsamtes des Vogtlandkreises enttäuschend, „von beiden Institutionen hat sich weder beim Wettbewerb, noch heute zur ersten Wurstübergabe jemand blicken gelassen“, so die Pausaerin.
Für den 31-jährigen Trtschka war der Ergometer-Marathon die Vorbereitung auf den „Glocknerman 2009“ ein Ultra-Radmarathon, der am 4. Juni startet. „Bei diesem wird in zwei Tagen eine Etappe am Stück über 1025 Kilometer auf über 1600 Höhenmetern mit Bewältigung von 14 Alpenpässen zurückgelegt“, berichtet der Plauener über sein Vorhaben das einer Weltmeisterschaft gleicht und bei der etwa 30 Extremsportler starten. Trtschka wird dabei begleitet von seinem Physiotherapeuten Jörg Voigtmann und Andreas Schmidt sowie Patrick Knorr von den Stöckigter Kraftsportfreunden.
Desweiteren sind die Teilnahme am Rennsteiglauf oder dem Vogtland-Hunderter in Tritschkas Terminkalender für dieses Jahr 2009 zu lesen. j. st.
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