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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Lebenshilfe Plauen feiert Straßenfest
Plauen – „Wir gehören dazu und wollen, dass uns die Leute kennenlernen und Verständnis für uns aufbringen“. Das wünscht sich nicht nur Gunter Gierschick von der Lebenshilfe Plauen.
Gemeinsam mit Lebenshilfe-Mitarbeiterin Dana Herberger organsierte der Betreuer das diesjährige Straßenfest der Außenwohngruppe in der Plauener Auenstraße. Die 13 Bewohner, alle über 18 Jahre alt, feierten am vergangenen Freitag gemeinsam mit ihren Familien und Freunden. Weit über 50 Gäste waren gekommen. Die hauseigene „Spukteufel-Band“ spielte heiße Rhythmen, während andere Bewohner am Grill standen und für das leibliche Wohl sorgten.
Die jungen Leute mit den verschiedensten Behinderungen werden in der Gruppe umfassend gefördert. Seit über acht Jahren fährt Steffen Roßbach täglich arbeiten. „Es macht richtig Spaß“, erzählt er und berichtet, dass er beim „Süddruck Neumann“ in Reißig arbeitet. So wie er, sind die meisten von ihnen aus den Firmen nicht mehr wegzudenken und leisten gute Arbeit.
Im Rahmen des integrierten Bildungswerkes werden in der Auenstraße die verschiedensten Kurse angeboten. Dazu gehören Arbeiten und Lernen am Computer, Schiffsmodellbau, Lesen-Rechnen-Schreiben und kreatives Gestalten sowie Sport. Die Kursteilnehmer Hauswirtschaft – Kochen und Backen, boten zum Straßenfest selbstgebackenen Kuchen an.
Jüngstes Kind ist der Schachkurs. Er wird gut angenommen und um das Hobby auch im Freien ausüben zu können, erhielt die Wohngemeinschaft ein Freiluftschachspiel im Wert von 500 Euro durch das „Projekt Soziale Stadt“ überreicht. Dieses Projekt ist Teil des Städtebauförderungsprogramms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“ des Bundesverkehrsministeriums und der Länder. G. Kertscher
2009-09-21
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