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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Weiß: Es fehlt das gewisse Flair
Hat der Plauener Weihnachtsmarkt ein Image-Problem? Hansjoachim Weiß (CDU) fürchtet um den Ruf des Marktes.
Von Martin Reißmann
Plauen - Ekel-Lebkuchenherzen, weniger Händler, Kritik an der Präsentation des Christkindl-Postamtes und ein hinterer Platz im sachsenweiten Weihnachtsmarkt-Vergleich des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Das Image des Plauener Weihnachtsmarktes war schon einmal besser. Aus diesem Grund will die Stadt, die den vierwöchigen Markt auf die Beine stellt, in einigen Punkten handeln und kündigt bereits jetzt Veränderungen an.
Den guten Ruf des Marktes sieht CDU-Fraktionsvorsitzender Hansjoachim Weiß gefährdet. "Es kann nicht so weitergehen. Sicher wird viel gemacht, aber es fehlt das gewisse Flair." Er fordert ein Gesamtkonzept, "um nicht noch weiter abzurutschen". So müsse es beispielsweise einen klaren Eingangsbereich geben, schlägt Weiß vor. "Egal von wo man kommt, es geht immer gleich mit Buden los."
Besser fällt das Fazit bei den Organisatoren selbst aus. "Aus Sicht der Stadt ist der Weihnachtsmarkt insgesamt gut verlaufen", sagt Stadtsprecherin Silvia Weck auf Anfrage. Die Händler seien zufrieden gewesen und der Umsatz konnte im Vergleich zu 2010 gesteigert werden, heißt es. Kritisch äußerte sich die Stadt über die Gestaltung der Verkaufshütten. Diese seien immer noch zu wenig geschmückt, so Weck. Auch die Sauberkeit hinter den Ständen wurde bemängelt.
In der vergangenen Woche gab es im Rathaus eine Auswertung des Marktes mit 23 Händlern. Angesprochen wurden hier die Öffnungszeiten. Die Imbisshändler würden abends ihre Stände gerne länger öffnen wollen. Die Stadt will dies prüfen und dazu eine Umfrage starten. Der Weihnachtsmarkt hat bei der Vermarktung der Stadt seinen festen Platz. "Verstärkt kommen Touristen speziell deswegen nach Plauen, das zeigen die Nachfragen in der Tourist-Information", sagt Silvia Weck. Hier sei durchweg nur Positives zum Markt zu hören gewesen.
Die Stadtverwaltung will im Großen und Ganzen am Konzept des Marktes festhalten. Nur kleinere Veränderungen soll es 2012 geben. Dazu gehören die Schaffung weiterer Sitzgelegenheiten zum Verweilen der Besucher. Auch der unschöne Müllentsorgungs-Platz zwischen Toilettenwagen und dem Stand mit arktischem Honig soll künftig verdeckt werden.
Der Plauener Weihnachtsmarkt ist der größte im Vogtland. Knapp 60 Händler - 2010 waren es rund 70 - sind im Dezember dabei gewesen. Erstmals waren auch, um den Markt uriger zu gestalten, nur noch Holzhütten zugelassen.
Hansjoachim Weiß hat das Thema in seine Wiedervorlage abgelegt. Er will es im Herbst noch einmal ansprechen, kündigte er an.
2012-01-25
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