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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Weihnachtsstress in der Kirche
Die Plauener Kirchen rüsten sich für den Ansturm am Heiligen Abend. Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren. Und das fängt bei den Kerzen an und reicht bis zum Streusalz für die Eingangstür.
Von Martin Reißmann
Plauen - Es ist der Höhepunkt im Jahr und gleichzeitig aber auch die anstrengendste Zeit: Die Mitglieder und Pfarrer der Plauener Kirchgemeinden haben in dieser Woche besonders viel Arbeit, sie bereiten still und leise hinter den Kulissen der ehrwürdigen Gotteshäuser die Christvespern und Christmetten am Heiligen Abend und am ersten Feiertag vor.
In der rund 1000 Mitglieder starken Markuskirchgemeinde leitet in diesem Jahr die Vorbereitungen Pfarrer Andreas Vödisch. Für ihn ist es das erste Weihnachtsfest als Pfarrer, sagt der 31-Jährige, der im September das Amt von Hans-Christoph Spitzner übernommen hatte.
Vor allem organisatorische Dinge müssen für einen problemlosen Ablauf bei den Veranstaltungen vorab geklärt werden. Ein Dienstplan regelt zum Fest, wer für welche Aufgaben verantwortlich ist. So gibt es ein Kirchenmitglied, das nur dafür da ist, um alle etwa 200 Kerzen in der Kirche anzuzünden. Und auch diese scheinbar einfache Sache muss genau geplant werden, so Vödisch. Reichen die Kerzen für alle Feiern, ist genügend Gas für die Feuerzeuge da. Sogar ein Wassereimer hinter der letzten Kirchenbank steht für den Notfall bereit, es verbrennt sich jemand die Haare an den Kerzen, die in Kopfhöhe abbrennen, erklärt der Pfarrer. Auch das Aufstellen eines Einsatzplans für einen eventuellen Wintereinbruch an den Feiertagen gehört zu den Vorbereitungen.
In der heißen Woche vor dem Fest treffen sich auch alle Singkreise zu Proben noch einmal. Zudem steht die Generalprobe für das Krippenspiel an. Einen Höhepunkt gibt es heute: Der große Weihnachtsbaum wird aufgestellt und angeputzt. Er stammt aus einem Garten in Paunsdorf. "Der Pfarrer ist kein Alleinunterhalter", sagt Vödisch. Auf mehr als 60 ehrenamtliche Helfer kann sich der 31-Jährige verlassen. Stolz ist er besonders auf seine "Heinzelmännchen" - das Serviceteam der Kirche.
Dass viele Menschen nur an Weihnachten in die Kirche gehen, stört Andreas Vödisch nicht: "Es ist doch schön, dass sie überhaupt kommen." Sehr gut besucht sind die beiden Vespern am Heiligen Abend und die Mette am ersten Feiertag. Zu allen drei Veranstaltungen kamen 2010 trotz starken Schneefalls insgesamt fast 1200 Menschen.
2011-12-20
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