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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Viele Neugründer beim Expertensprechtag in Plauen
Plauen – Der 15. Expertensprechtag der IHK-Regionalkammer Plauen hat am Dienstag über 100 Interessierte in die Räume der Kammer gelockt. An die 50 Unternehmer sowie die gleiche Anzahl an Gründern von Firmen und Geschäften nahmen die Gelegenheit wahr, sich in Workshops und Einzelgesprächen zu Finanzfragen sowie über das „Gründen und Wachsen“ Beratung und Tipps zu holen.
Die Palette der Neugründer reichte vom Bereich Verlagswesen, einem Hausmeisterdienst bis zum künftigen Steuerberater. Vor Ort waren auch diesmal Experten aus verschiedenen Instituten, vom Bundesministerium für Wirtschaft, der Sächsischen Aufbaubank, weiteren Kreditinstituten bis hin zur Agentur für Arbeit. – „Der Tag ist gut für die Teilnehmer der Workshops, die Fachleute sind direkt hier vor Ort, sonst muss man ja hinfahren und Wege und Zeit in kauf nehmen“, schätzte Michael Neudel vom Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit in Plauen ein.
Auch Antje Becker reiste zum Expertensprechtag an. Die junge Firmenchefin aus Treuen hat den väterlichen Betrieb, die „Johann Kraus Textilgesellschaft“ kürzlich übernommen. Mit 18 Mitarbeitern produziert die Diplomkauffrau feinste gestickte Gardinen. „Die Ware liefern wir vor allem an Großhändler“, sagte Becker. „Mich interessieren heute vor allem die Förderprogramme für Existenzgründer“, verriet sie.
Bei allen Schwierigkeiten, die Unternehmer meistern müssten: Die „Macher“ seien keineswegs in Wartehaltung, beobachtete Michael Neudel von der Agentur für Arbeit. „Trotz allem, hier herrscht eine Atmosphäre der Neugier und des Aufbruchs. Die wichtigste Frage der Teilnehmer laute: Wie kann ich gestärkt aus der Krise hervorgehen“, so Neudel. fb
2009-11-06
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