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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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VFC Plauen spielt auf der Baustelle
Abrissarbeiten und Bauvorbereitung im Vogtlandstadion laufen
Plauen – Nach dem im Sommer die Pläne für die Sanierung des Vogtlandstadions erstmals öffentlich vorgestellt wurden, beginnen nun die sichtbaren Arbeiten im größten Stadion des Vogtlandes und in der Heimstätte des VFC Plauen. Das Areal hat sich in den letzten Tagen in eine Großbaustelle verwandelt. Bagger fressen sich derzeit Schritt für Schritt durch die VFC-Fan-Gerade und die Südkurve.
Dies sind alles noch Vorbereitungen für die eigentliche Sanierung, sagt VFC-Geschäftsführer Michael Voigt dem Vogtland-Anzeiger. Da wo über Jahrzehnte die Fans und Gäste sich das Spiel ihrer Mannschaft anschauten, rollen nun Bagger und reisen die Tribünenebenen ab. Gestern sind die Bauarbeiter unter anderem damit beschäftigt gewesen, die Absperrungen zwischen Spielfeld und Fan-Bereich zu beseitigen.
Die Anhänger des VFC Plauen werden sich beim kommende Regionalliga-Heimspiel am Sonntag sicher umschauen. Ihr Stammplatz gleicht einer wahren Trümmerlandschaft. Die Fans müssen auf einen anderen Platz im Stadion ausweichen. Besitzer einer Jahreskarte für einen Stehplatz sind laut VFC Plauen berechtigt auf der Tribüne A in der Bauzeit einen Sitzplatz einzunehmen. Der Verein hofft auf das Verständnis der Fans, diese sollen während den Arbeiten enger zusammenrücken und einen gemeinsamen Fanblock bilden, heißt es in einer Mitteilung.
Der VFC Plauen spielt am Sonntag gegen die Reserve Mannschaft von Hertha BSC. Anpfiff wird 13.30 Uhr sein. Der offizielle Baustart für die umfangreiche und komplexe Neugestaltung des Stadions soll am nächsten Dienstag erfolgen, sagt Voigt. Anwesen werden unter anderem Landrat Tassilo Lenk und Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer sein, heißt es. Die Arbeiten an der Südkurve und der langen Gerade sollen laut Bauplan bis Ende Juni 2010 abgeschlossen sein. Wichtig sei aber auch das Wetter in den kommenden Wintermonaten, meint Voigt. Dies müsse mitspielen. Insgesamt ist der Bau in drei Abschnitte eingeteilt. Finanziert wird das Vorhaben durch den Verein, die Stadt Plauen und den Freistaat Sachsen. Es wird kein reines Fußballstadion entstehen, sondern ein so genannten Mehrzweckstadion. Dies war auch eine der Voraussetzungen für mögliche Fördergelder. Die Kosten für die aufwendige Sanierung der Anlagen liegen nach Schätzungen bei etwa 1,6 Millionen Euro.
Der Bau war nach den vielen Jahren, wo kaum etwas an den Tribünen gemacht wurde, bitter notwendig, meint Michael Voigt: „Es ist eine Investition in die Zukunft.“ Sehr gut angelaufen sei auch die Fanaktion „Mein Baustein fürs Vogtlandstadion“, so der VFC-Geschäftsführer. Mit dem Kauf eines symbolischen Steines können sich die Fans aktiv am Bau ihres Stadions beteiligen, so die Idee. Der Verkaufserlös fließt in den finanziellen Eigenanteil des VFC, dieser liegt bei 267 000 Euro. Weit mehr als 200 Steine für je 25 Euro sind bereits verkauft worden. Den 200. Stein sicherte sich der 68-jährige Gerhardt Lungwitz. „Ich gehe zum VFC Plauen und finde es wichtig, dass das Stadion auf Vordermann gebracht wird“, so der Plauener, der die Urkunde für den Stein seinen fünf Monate alten Enkel schenken möchte. Das Vogtlandstadion ist 1934 erbaut worden. Die Laufstrecke kam im Jahr 1937 dazu. Nach dem Abschluss der begonnenen Arbeiten wird das Stadion deutlich mehr Platz für die Zuschauer bieten.
Von Martin Reißmann
2009-11-28
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