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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Tankfahrzeug wegen Rohrbruch im Einsatz
Ein Rohrbruch auf der Ecke Friedensstraße/Weststraße hat am Dienstag den Einsatz eines Wasser-Tankfahrzeuges notwendig gemacht. Gekappt von der Trinkwasserversorgung waren die Bewohner dreier Mehrfamilienhäuser, darunter auch das Marthaheim der Diakonie.
Plauen - "Der Tag war für uns alle eine wahre Herausforderung. Immerhin mussten wir für die gegenwärtig 19 Dauer-Bewohner des Marthaheimes per zehn Liter-Eimer das Wasser vom Tankwagen holen, der gegenüber der IHK in der Weststraße abgestellt ist", erzählte Diakonie-Mitarbeiterin Claudia Rietzsche. Für die 19 Heimbewohner, Frauen und Männer mit sozialen Schwierigkeiten, sei es nicht einfach gewesen, ohne das gewohnten Wasser aus der Leitung zurechtzukommen. "Bis kurz vor Mittag stand auch noch kein Tankwagen bereit und so war die Not schon groß, wie das Essen gekocht werden sollte. Doch dann war alles gut. Schwieriger war es bei der Bewältigung des Abwasches und der normalen Körperhygiene", sagte Frau Rietzschen. "Es läuft halt alles etwas auf Sparflamme." Allerdings sei bei dem heißen Sommerwetter Wasser besonders begehrt, was die Situation nicht einfacher mache. "Die Männer, die dazu in der Lage sind, waren schon öfter unterwegs zum Tankwagen und haben das kühle Nass herangeschleppt. Wir haben das von uns benötigte Wasser selbst geholt. Auch gab es dann Angebot, uns einen Eimer voll mitzubringen. So läuft alles Hand in Hand. Wir hoffen aber sehr, dass recht bald wieder Wasser aus dem Hahn fließt", sagt die Diakonie-Mitarbeiterin. Im Gebäude des Marthaheimes ist auch der Sozialkeller, die Diakonie-Geschäftsstelle und die Bruderhilfe untergebracht. Allerdings werden nur im Marthaheim Menschen rund um die Uhr betreut.
Nach Aussage von Henning Scharch, Geschäftsführer des Zweckverbandes Wasser/Abwasser Vogtland (ZWAV) sei der Wasserrohrbruch gegen sechs Uhr früh an der Tafel im Leitsystem angezeigt worden. "Wir konnten schnell reagieren und das Rohr vom Wasserzulauf nehmen. Allerdings handelt es sich bei diesem um eine im Durchmesser 25 Zentimeter dicke Gussleitung. Normalerweise laufen durch sie in der Sekunde 40 bis 50 Liter Wasser. Dass dennoch die Auswirkungen auf die Kunden in einem ganz geringen Ausmaß bleiben, liegt an dem Ringsystem in Plauen. Wenn irgendwo eine Versorgungsleitung ausfällt, speist eine andere in die Hausanschlüsse ein.
Gegen 10 Uhr begannen Mitarbeiter der Tiefbaufirma Schmidt aus Jößnitz - beauftragt durch den ZWAV - mit den Schachtarbeiten. Dazu wurde die rechte Fahrbahn Richtung Dittrichplatz abgesperrt, der Bitumenbelag aufgesägt und ein großes Loch gebaggert. Das havarierte Rohr liegt etwa in zwei Meter Tiefe, war von den Bauarbeitern zu erfahren, die sich anhand des Schachtplanes vorsichtig an die defekte Hauptwasserleitung heran arbeiteten. Immerhin liegen in diesem Bereich weitere Versorgungsleitungen, die bei den Schachtarbeiten nicht beschädigt werden dürfen. Erst wenn man die Bruchstelle gefunden hat, könne genau gesagt werden, wie umfangreich die Reparaturen sind. Fest stehe, dass die Baustelle auf jeden Fall bis heute bestehen bleibt, allein wegen der Fahrbahn, die an dieser Stelle zu erneuern ist.
Bis zur Reparatur des Schadens musste in der Friedensstraße teilweise das Wasser abgestellt werden. Damit die Anwohner in dieser Zeit nicht komplett auf dem Trockenen sitzen müssen, wurde in der Weststraße ein Tankwagen mit Trinkwasser bereitgestellt. Dort konnten sich die Betroffenen mit Wasser versorgen. "Wir werden die ganze Nacht durcharbeiten, um den Rohrbruch zu beseitigen", versprach Scharch. Und hoffte, dass heute wieder in allen Wohnungen das lebensnotwendige Nass wieder aus der Leitung fließt. M. T.,schinn
2011-07-13
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