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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Stelle gestrichen, Mitarbeiter bleibt
Plauen - Seit Jahren beschäftigt ein Mann die Stadtverwaltung Plauen, die Arbeitsrichter verschiedener Gerichte und zuweilen auch die Presse und die Stadträte. Selbst bei Themen, die im eigentlichen Sinne nichts mit ihm zu tun haben, steht er quasi unsichtbar im Raum.
Die Rede ist von Detlef M. Müller, dessen Beschäftigung in Diensten der Stadt Plauen, momentan in denen des Kulturbetriebes, seit langem umstritten ist. Zum einen aufgrund seiner Qualifikation in den von ihm beanspruchten Tätigkeiten, zum anderen aufgrund seiner noch immer für Diskussionen sorgenden Vergangenheit.
Am Dienstag informierte Kulturamtsleiter Friedrich Reichel die Stadträte über den Plan des Eigenbetriebes für das kommende Jahr. Flankiert wurde dies von einem Antrag der CDU-Fraktion, die Stelle eines Sachbearbeiters im Museumsarchiv künftig zu streichen. Just jene, die Müller einnimmt. Reichel sah sich in einiger Erklärungsnot: Der Mitarbeiter sei dem Kulturbetrieb quasi übergeben wordem, die Stelle sei aufgrund des bestehenden Arbeitsvertrages eigens geschaffen worden.
Selbst wenn die Stelle gestrichen werde sei eine Kündigung schwer, da besagter Mitarbeiter schwerbehindert sei. CDU-Fraktions-Chef Hansjoachim Weiß hatte den Antrag begründet in dem er darauf verwies, dass das "Thema" längst in der Öffentlichkeit angekommen. Vor dem Arbeitsgericht könne insoweit Klarheit geschaffen werden, wenn man die Stelle aus dem Stellenplan nimmt.
Dass dies weitere Prozesse zwischen Müller und Stadtverwaltung verhindert, glaubt indes wohl kaum jemand. Am Ende entsprachen die Stadträte mehrheitlich dem Antrag der CDU. tp
2011-11-18
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