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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Stadtbad Plauen muss über Wasser gehalten werden
Plauen - In aller Regel sollte man das Kleingedruckte lesen. Das erfährt man zuweilen schmerzvoll nach der Unterschrift unter einen Vertrag oder dem Nicht-Studium einer Bedienungsanleitung. Die Mitglieder des Finanzausschusses sind derlei gewohnt, denn die Liste der ihnen regelmäßig vorgelegten Positionen, für die es quasi Geld nachzuschießen gilt, ist lang und daher nur klein gedruckt handhabbar.
Am Donnerstag hatte das Gremium über elf verschiedene Maßnahmen zu befinden, für die im Nachhinein Geld erforderlich wurde. Besonders diskutierfreudig zeigten sich die Ausschussmitglieder bezüglich Punkt 6, in dem es um weitere 13 400 Euro für die Unterhaltung des Stadtbades ging.
Eine überschaubare Summe, die allerdings zu der bereits eingeplanten von 1,3 Millionen Euro dazu kam. Allgemeine Frage: Hat man sich bereits beim Bau des Bades für den billigsten oder den langfristig wirtschaftlichsten Anbieter entschieden? Martina Schaarschmidt, Geschäftsführerin der Freizeitanlagen GmbH, verwies auf normale Verschleißerscheinungen aufgrund der hohen Nutzung. Ob generell "zu billig" gebaut worden sei, vermochte sie nicht zu sagen.
Der Chef der Gebäude- und Anlagenverwaltung (GAV), Peter vom Hagen, sprang argumentativ zur Seite. Man rechne bei einem Objekt stets mit 0,5 bis 1,5 Prozent Instandhaltungskosten, gemessen am Bauvolumen. Da das Bad rund 13 Millionen Euro gekostet habe, liege man mit etwa 1,3 Millionen Euro Instandhaltungskosten im Rahmen.
Logische Nachfrage von Stadtrat Klaus Jäger (Linke): Wenn die anstehenden Arbeiten normal und immer wiederkehrend seien, dann könne man diese Kosten doch gleich im Haushalt verankern. Sachlich-kurze Antwort von Kämmerin Ute Goebel: Genau dies werde man im nächsten Haushalt tun. Konsequenterweise dürfte also "das Bad" künftig kein Posten der zu genehmigenden überplanmäßigen Ausgaben mehr sein. tp
2011-10-07
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