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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Schwarz-gelb ohne Minister aus Plauen
Plauen – „Hätte es eine Anfrage gegeben hätte ich reiflich überlegen müssen. Aber es gab keine und das ist auch richtig so.“ Ganz ahnungslos und friedfertig lächelnd gibt sich der Plauener Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, wird er darauf angesprochen, die Gerüchte um seinen Wechsel in die sächsische Landespolitik zu bestätigen oder zu dementieren.
Während er im Ratssaal die Stadtratssitzung leitet, bringen seine liberalen Parteikollegen in Dresden gerade die Koalition mit der CDU in trockene Tücher. Fast traditionsgemäß stehen dem kleineren Bündnispartner zwei Ressorts zu. Diesmal im Gespräch und inzwischen beschlossene Sache – das Wirtschafts- und das Justizressort, eine Zeitlang auch das Finanzministerium. Für alle Posten war Oberdorfer über Tage hinweg im Gespräch, ohne dass er sich freilich beworben hätte, noch ihn jemand aus seiner Parteispitze angesprochen hätte. Sagt er.
Oberdorfer bekräftigt also, wie richtig und wichtig es sei, dass die zu vergebenden Funktionen über die Fraktion besetzt werden, mit erfahrenen Leuten. Einer davon sei Martens, den er persönlich kenne und schätze. An den Koalitionsgesprächen, die diesmal, anders als sonst, auf „höchster“ Ebene stattfanden, hatten weder er, noch Landrat Tassilo Lenk teilgenommen. Ob er dem Ruf in die Landeshauptstadt gefolgt wäre, diese Frage wird sich also erst wieder in fünf Jahren stellen.
„Der Landrat hat schon fünf Mal abgesagt, ich nicht“, fügt Oberdorfer spitzbübisch an und so richtig weiß man wirklich nicht, ob er sich karrieremäßig für immer in der Provinz eingerichtet hat. Und auch der Anruf gegen Ende der Stadtratssitzung auf dem Dienst-Handy wird wohl keiner aus der sächsischen Staatskanzlei gewesen sein. tp
2009-09-17
Kommentar zu Schwarz-gelb ohne Minister aus Plauen?
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