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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Sachsen signalisiert Hilfe für Plamag
Sachsen wird einem potenziellen Käufer des insolventen Druckmaschinenbauers Manroland in Plauen unter die Arme greifen.
Dresden/Plauen - Infrage kämen etwa eine Investitionsförderung oder eine Bürgschaft, sagte Vize-Regierungssprecherin Sandra Jäschke gestern nach einem Gespräch des Insolvenzverwalters in der Dresdner Staatskanzlei. Insolvenzverwalter Werner Schneider habe über die aktuelle Lage informiert und über Gespräche mit mehreren potenziellen Investoren berichtet. "Wir sind optimistisch, dass der Standort Plauen langfristig gesichert werden kann", sagte Jäschke.
Es werde kein Standort bevorteilt, aber auch die Lasten würden gleichermaßen verteilt", schilderte am Abend Landrat Dr. Tassilo Lenk, der gemeinsam mit dem Plauener Oberbürgermeister, Vertretern der Gewerkschaft, des Betriebsrats und des Werkes in Plauen an dem Treffen teilnahm. Es sei wichtig, dass in Plauen weiterhin Endprodukte gefertigt werden und zuverlässige Lieferbeziehungen mit dem Standort Augsburg bestehen, sagte Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, der vor dem Hintergrund anstehender erheblicher Personalkürzungen vor überzogenem Otimismus gewarnt hatte. Auf keinen Fall dürfe es passieren, dass die nach Plauen gelieferten Maschinen wieder retour gingen.
Stefan Kademann von der IG Metall Südwestsachsen sprach von einem "interessanten Gespräch", das aber substantiell wenige Neues gebracht habe. Der Insolvenzverwalter habe sich auch in der Staatskanzlei keinerlei konkrete Zahlen hinsichtlich des Personalabbaus entlocken lassen. Die vom Freistaat avisierten Fördermittel würden nur dann fließen, wenn die Plamag über eine zukunftsfähige Struktur verfüge und nicht zur verlängerten Werkbank mutiere, ist vKademann überzeugt. Am Freitag wird die Belegschaft der Plamag ab 9 Uhr in der Plauener Innenstadt für ihre Rechte demonstrieren. va
2012-01-11
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