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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Plauener OB bei MAN-Vorstand in Augsburg
Offenbach/Plauen - Zu einem Gespräch mit dem Manroland-Vorstand Gerd Finkbeiner traf sich diese Woche der Plauener Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) in Augsburg. Er habe sich vor allem für die Fortsetzung der Umstrukturierung der Plamag eingesetzt, teilte der OB im Anschluss mit.
Dazu gehöre auch, dass die restlichen etwa 40 der zugesagten 80 Maschinen noch nach Plauen gebracht werden. Nur so könne die Plamag in ihre Rolle als Zulieferer für mechatronische Teile hineinwachsen und eine Chance am Markt haben, fügte er an.
Währenddessen hat sich die IG Metall gegen eine vorschnelle Zerschlagung des insolventen Druckmaschinenherstellers Manroland gewandt. Am Standort Offenbach appellierte die örtliche Bevollmächtigte Marita Weber an den Insolvenzverwalter Werner Schneider, sich für den Erhalt von Manroland und seiner Standorte einzusetzen. Er solle auf keinen Fall auf die Ratschläge der Analysten hören, die schon öffentlich über die Zerschlagung des Unternehmens spekulierten.
Es müsse in Ruhe ein Gesamtkonzept gefunden werden, erklärte Weber in einer Mitteilung. Für heute plant die Gewerkschaft eine Protestkundgebung in Offenbach. Nach Auffassung Webers muss kein Standort geschlossen werden. Die IG Metall verlangt ein Konzept für die gesamte Maschinenbausparte. va
2011-12-09
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