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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Plauen in den sechziger Jahren
Das Stadtarchiv hat ein neues Buch herausgebracht. "Plauen in den sechziger Jahren" heißt der Bildband, der durchweg schwarz-weiß-Aufnahmen eines Jahrzehnts zeigt. Nach der fotografischen Chronik der 50er Jahre ist es der zweite Band, der in einer Auflage von 1000 Stück gedruckt wurde.
Von Frank Blenz
Plauen - Die 154 Bilder des fortgesetzten Aufbaus und des Lebens in der vogtländischen Hauptstadt von 1960 bis 1969 zeigen wie Neubaugebiete entstanden, vom Krieg einst gerissene Lücken geschlossen wurden und die Plauener ihre Stadt bewegten, in ihr lebten und arbeiteten. Ein Jahrzehnt Stadtgeschichte kompakt in Bildern dokumentiert und mit einer 15-seitigen Chronik zu Beginn des Buches versehen, bietet sich dem Betrachter mit der neuen Publikation des Stadtarchivs, die seit heute in allen Plauener Buchhandlungen, im Archiv sowie im Bürgerbüro im Rathaus für 14,95 Euro erhältlich ist.
Das Buch spannt einen Bogen über fast alle Stadtgebiete, beginnend vom Zentrum aus. Die Fotografien "erzählen" vom gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Leben der Plauener, Alltagssituationen sind zu sehen wie auch derlei Höhepunkte wie das Plauener Spitzenfest. Auch Fotos vom Talsperrenbau im nahen Pöhl sind im Buch verewigt. "Das Neue an dem Buch ist, dass auch Arbeiten von vier weiteren Plauener Fotografen zur Verfügung standen", erläuterte Archivleiterin Martina Röber.
Das Archiv plant indes schon eine Fortsetzung der nun begonnenen Reihe, auch weil der Bedarf und die Nachfrage enorm seien. Der erste Band wurde in einer dreifachen Auflage von je 500 Stück verkauft, ein Beleg für den Wunsch der Plauener nach Erinnerung an die Entwicklung ihrer Stadt. Dem will das Archiv-Team mit den Publikationen nachkommen. "Wir haben einen großen Fundus an Fotos, die wir in Büchern über die Jahrzehnte einbringen werden", sagte Martina Röber.
2011-12-05
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