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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Plauen bald unter Strom
Herlasgrün - Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Reichenbach-Hof soll Ende 2012 Plauen erreichen. Ab Februar würden die Masten zwischen Herlasgrün und Plauen gesetzt, teilte die Deutsche Bahn am Donnerstag mit.
Dabei wird auch die Elstertalbrücke (wir kürzlich die Göltzschtalbrücke) mit einer Oberleitung überspannt. Hof wird Ende 2013 an das elektrifizierte Bahnnetz angeschlossen. Dann sollen S-Bahnen aus Halle und Leipzig bis Oberfranken fahren.
Einen Zeitplan zur Fortsetzung der Elektrifizierung südwärts ab Hof gebe es jedoch noch nicht, teilten Bahn und Bundesverkehrsministerium auf Anfrage mit. Noch sei die Finanzierung nicht gesichert.
Dabei bevorzugt der bundeseigene Verkehrskonzern eine Elektrifizierung der topografisch einfacheren Strecke nach Regensburg. Dies ermögliche es, mehr Personen- und Güterverkehr auf die Schiene zu bringen. "Die Deutsche Bahn hat weiterhin großes Interesse an dieser Maßnahme", sagte die Sprecherin. Die Bahn befindet sich nach eigenen Angaben zur Finanzierung im Gespräch mit dem Bund.
Das Bundesverkehrsministerium hält unterdessen an der Elektrifizierung in Richtung Nürnberg fest, obwohl die Strecke in der Fränkischen Schweiz durch niedrige Tunnel verläuft, die aufwendig erweitert werden müssten. Die Ausbaustrecke Nürnberg-Marktredwitz-Reichenbach sei im Bundesverkehrswegeplan 2003 als "Neues Vorhaben im Vordringlichen Bedarf" enthalten. Die geschätzten Kosten für die Elektrifizierung beider Versionen lägen in etwa gleich bei rund 390 Millionen Euro, hieß es aus Berlin. va
2012-01-13
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