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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Pfeffer-Sprayer wollte sich "Luft verschaffen"
Plauen - Keine wesentlichen neuen Erkenntnisse brachte der zweite Verhandlungstag gegen den 19-jährigen Serben Ivica (Name geändert) am Amtsgericht Plauen.
Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am späten Abend des 14. Mai 2011 bei einer Musikveranstaltung anlässlich des Stadtfestes "Plauener Frühling" im Lichthof des Rathauses Pfefferspray versprüht zu haben. Daraufhin kam es unter den Partybesuchern zu einer Panik. Viele erlitten gesundheitliche Beeinträchtigungen wie tränende Augen oder Atembeschwerden. Einige der Betroffenen mussten sich in ärztliche Behandlung begeben.
Bereits zum Verhandlungsauftakt in der vergangenen Woche hatte der Angeklagte von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht. Am Montag hörte das Jugendschöffengericht unter Vorsitz von Richter Wilhelm Gerhards weitere vier Zeugen. Zwei jugendliche Besucherinnen der Veranstaltung hatten keine Beobachtungen zum Täter gemacht. Außerdem wurden zwei Polizeibeamte in den Zeugenstand gerufen. Sie hatten Ivica seinerzeit von ihren Kollegen übernommen und zur Vernehmung auf das Revier gebracht.
Einer von ihnen hatte ein Gespräch zwischen dem Angeklagten und einem Mitarbeiter des eingesetzten Sicherheitsdienstes mit angehört. Auf die Frage, "was der Scheiß denn sollte", habe der Angeklagte geantwortet, dass er sich in Panik befand und "sich Luft verschaffen" wollte. Inwieweit diese Angabe in der Verhandlung zu verwerten ist, blieb allerdings offen. Der Beamte hatte Ivica selbst nicht befragt und somit auch keine vorherige Belehrung durchgeführt. Am 26. Januar wird die Hauptverhandlung erneut fortgesetzt. S. Gerbeth
2012-01-18
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