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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Spitzenwelt Plauen: Betreibung unklar
Die geplante Plauener Spitzenwelt will jährlich rund 60 000 Besucher anlocken. Bis April soll der Standort dafür fest stehen.
Plauen - Um den Fraktionen des Plauener Stadtrates die Entscheidung für einen der beiden im Gespräch befindlichen Standorte für das geplante Zentrum für Spitze und Stickerei zu erleichtern, wurde das Tourismus- und Branchen-Vorhaben am Donnerstag auch noch einmal im städtischen Kulturausschuss vorgestellt. Zudem haben die einzelnen Parteien im Januar das Konzept bereits schriftlich erhalten.
Im Rennen befinden sich noch die beiden Standorte Oberer Graben 20 in der Altstadt und das Weisbachsche Haus am Mühlgraben. Bis spätestens April soll der Ort für die Spitzenwelt feststehen, sagt Plauenes Kultur-Chef Friedrich Reichel. Die erneute Präsentation einer detaillierten Ausarbeitung des Projektes enthielt keine wesentlichen Neuerungen. Stadtrat und SPD-Ortsvereinsvorsitzender Benjamin Zabel kritisierte die Vorstellung des Konzeptes.
Es sollte zunächst ein Standort gefunden werden und dann könne man über den Inhalt sprechen. Bürgermeister Uwe Täschner sah Reichels-Vortrag als Auffrischung der bereits vor sechs Jahren gefassten Überlegungen. Wäre es so gekommen, wie damals beschlossen, würde das Zentrum jetzt kurz vor seiner Eröffnung stehen. Jedoch die Wirtschaftskrise und damit eingebrochene Steuereinnahmen im Stadthaushalt machten diesem Ziel einen Strich durch die Rechnung. Daraus ergibt sich jetzt die Chance, alle Punkte noch einmal zu überdenken. Wie dies beim Standort getan wurde.
Relativ neu ist zumindest der Arbeitstitel. Anstatt Deutsches Zentrum für Spitze und Stickerei heißt es jetzt erst einmal "... Zentrum für Spitze und Stickerei". Hintergrund sind Fördermittel. Die Sächsische Aufbau-Bank (SAB) würde dies so nicht finanzieren, erklärt Reichel. Wo derzeit noch drei Punkte sind, könnte jedoch Europäisches Zentrum stehen, dies würde wiederum funktionieren, heißt es. Dringend geklärt werden sollte in den nächsten Monaten die Frage über die künftige Betreibung der Spitzenwelt, merkt Täschner an. Kritik wie bei der neuen Sauna, bei der während der Bauphase noch nicht klar war, wer diese später betreiben soll, wolle man nicht noch einmal.
Reichel nannte interessante Fakten und Zahlen. So wird kalkuliert, dass die Erlebniswelt pro Jahr rund 60 000 Besucher mit den Kernthemen Museum, Innovation, Bildung und Forschung anziehen soll. Die Gesamtkosten schätzt Reichel auf etwa zehn Millionen Euro. mar
2012-02-05
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