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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Neues Verwaltungsgebäude an Plauener Wärmeversorgung offiziell übergeben
Die Plauener Wärmeversorgung (WVP) hat in die Zukunft des Unternehmens investiert. An der Hammerstraße ist am Mittwoch das neue Verwaltungsgebäude offiziell übergeben worden. 30 Mitarbeiter werden hier künftig ihrer Arbeit nachgehen.
Von Martin Reißmann
Plauen - Das Kältehoch "Cooper" mit Eisluft aus Sibirien kommt der Plauener Wärmeversorgung (WVP) wie gerufen. Nach einem eher milden Januar können die Mitarbeiter im Heizwerk der Stadt nun kräftig einheizen. Da lacht WVP-Geschäftsführer Ulrich Schröter bei der Einweihungsfeier für das neue Verwaltungsgebäude an der Hammerstraße. "Bei solchen Temperaturen geht einem Wärmeversorger das Herz auf. Das können wir gut gebrauchen. Der Januar war nicht die Erbauung."
Mit einem Tagesmittel von minus 15 Grad am Dienstag zeigt "Cooper" seine Auswirkungen zur Freude der WVP. In den letzten Stunden sei bereits so viel Gas verbrannt wurden, wie in den letzten Jahren nicht, so Schröter. Die Versorgung der 581 Kunden laufe stabil. Es gebe keinen Wärme-Ausfall. Dies sei das Ergebnis der Modernisierung und Überholung der Anlagen, heißt es.
Seit Anfang der Woche hat die WVP, die ausschließlich im Auftrag der enviaM produziert, ihr neues Domizil gleich gegenüber des alten Gebäudes bezogen. Der bisherige Verwaltungssitz, in dem sich das Unternehmen zur Miete befand, habe nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprochen. Das über 100 Jahre alte und sanierungswürdige so genannte Reinigerhaus soll abgerissen werden. 30 Mitarbeiter finden nun im Neubau deutlich bessere Bedingungen vor.
In nur acht Monaten wurde das moderne Gebäude nach dem Spatenstich im Mai hochgezogen. Das Sagen auf der Baustelle hatte die 27-jährige Susen Schlicht. Als Bauleiterin war sie nach ihrer abgeschlossenen Ausbildung zum ersten Mal tätig. Für den Einstand war der WVP-Bau auch keine Nummer zu groß, sagt sie: "Ich nehme die Herausforderung gerne an." Frauen-Power auf der Baustelle. Insgesamt 17 Firmen aus Plauen und dem Vogtland, die alle am Projekt beteiligt waren, hatte Schlicht zu koordinieren.
Die Wärmeversorgung lässt sich ihr neues zweigeschossiges Verwaltungsgebäude rund 640 000 Euro kosten. Entstanden sind auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern ein barrierefreies Kundenbüro, helle Arbeitsräume für die Mitarbeiter und moderne Umkleide- und Waschbereiche für die Arbeiter des benachbarten Heizwerkes.
Die WVP sieht den Neubau als ein klares Bekenntnis für die Zukunft der Fernwärme in der Stadt. Diese bleibe ein wichtiger Eckpfeiler der Energieversorgung, so Ulrich Schröter. Auch die bauliche Situation entlang der Hammerstraße verbessere sich durch den Neubau. Ein weiteres Verwaltungsgebäude baut die enviaM und auch die DEKRA investiert an der Hammerstraße.
Hintergrund
Die Wärmeversorgung Plauen (WVP) verfügt über ein rund 50 Kilometer langes Leitungsnetz, das die Wärme als Heizwasser oder Dampf zu mehr als 250 Anschlüssen transportiert. Das Haupt-Heizwerk befindet sich an der Hammerstraße. Im Winter geht ein weiteres Werk am Seehaus in Betrieb. Zu den größten Abnehmern gehört die WbG Plauen sowie das Helios Vogtland-Klinikum.
2012-02-02
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