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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Neue Museums-Chefin mit Plänen
Monatelang wurden die Namen jener, die sich an der Ausschreibung für die Stelle eines neuen Direktors des Vogtlandmuseums beteiligten, geheimer gehalten als die Papstwahl. Seit wenigen Tagen ist bekannt, dass sich Dr. Silke Kral gegen zahlreiche Mitbewerber durchsetzen konnte. Am Dienstag bekam die in der Nähe von Ulm geborene Kunstwissenschaftlerin Gelegenheit, sich und ihre Pläne den Stadträten vorzustellen.
Kral arbeitete nach dem Studium in Freiburg zunächst am Museum in Lörrach, später in Norddeutschland. Nach Plauen wechselte sie aus Annaberg-Buchholz, wo sie die letzten Jahre tätig war. Sie sehe es als große Herausforderung, die Anforderungen an einen modernen Museumsbetrieb mit der Traditionspflege zu verbinden, sagte Kral, die ein enges Netzwerk zwischen Universitäten, Forschungsstätten, aber auch jungen Leuten knüpfen möchte.
Ausdrücklich würdigte sie die Arbeit des Plauener Museumsvereins. Im Wirtschaftsplan des Kulturbetriebes ist die Vergütung der Direktorin mit jährlich 32 900 Euro ausgewiesen. tp
2011-11-18
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