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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Wortgefecht zur Bundestagswahl in Plauen
Plauen – Wo sonst scharf geschossen wird, fliegen am 16. September höchstens knallharte Worte durch den Raum. Die Gewerkschaften verdi und der Deutsche Gewerkschaftsbund Vogtland-Zwickau laden an diesem Tag zu einer gemeinsamen Podiumsdiskussion in die Plauener Schützenklause am Treffer ein.
Geladen sind die vogtländischen Direktkandidaten der großen Parteien, die sich am 27. September zur Bundestagswahl stellen. Von der CDU wird Robert Hochbaum, von der SPD Rolf Schwanitz, von der FDP Joachim Günther, von den Linken Janina Pfau und von den Grünen Thomas Pinkert vertreten sein. Ein Fragezeichen steht allerdings noch über Robert Hochbaum. Er hat als einziger noch keine definitive Zusage gegeben. Die Organisatoren schätzen aber, dass Hochbaum sich an der Diskussionsrunde beteiligen wird, sagt Christian Kasche vom DGB.
Mit der Talkrunde soll vor allem den vielen noch unentschlossenen Wählern die Möglichkeit gegeben werden, sich ein Bild von den Direktkandidaten zu machen, und die Entscheidung zu erleichtert, welchen Kandidaten sie ihre Stimme zur Bundestagswahl geben werden. Das sich unter den Politikern eine lebhafte Diskussion entfachen wird, davon ist auszugehen. Schließlich ist es der einzige große öffentliche Termin vor der Wahl, an dem sich die Direktkandidaten der wichtigsten Parteien gegenüber stehen und die Möglichkeit haben, gemeinsam über die aktuellen politischen Themen zu debattieren.
Die beiden veranstaltenden Gewerkschaften werden die Politiker ins Kreuzverhör nehmen und zu Kernpunkten der jeweiligen Wahlprogramme befragen. „Die Parteien sollen klar Stellung beziehen.“, so Kasche. Zudem werden die Positionen der Gewerkschaften den Parteiprogrammen gegenüber gestellt.
Eines der zentralen Punkte wird das Thema Mindestlohn sein. DGB und verdi fordern ein branchenunabhängiges Stundengehalt von 7,50 Euro und eine zeitnahe Erhöhung auf 9 Euro. Bei den Parteien lehnt die Union und die FDP einen Mindestlohn vollständig ab. SPD und Grüne könnten sich 7,50 Euro vorstellen und die Linke sogar 10 Euro pro Stunde.
Die weiteren Schwerpunkte werden die Themen Arbeitslosengeld II, Arbeitnehmerrechte, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Sozialpolitik sein, sagt Kerstin Eger, Geschäftsführerin des verdi-Bezirks Vogtland/Zwickau.
Die Podiumsdiskussion ist angesetzt auf eine anderthalbe Stunde und soll von Andreas Bachmann moderiert werden. Erwartet werden um die 170 Interessierte in der Schützenklause auf der Äußeren Reichenbacher Straße 4. Beginn wird 18 Uhr sein. mar
2009-09-06
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